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                  Verbraucherschützer warnen vor überzogenen Gebühren für Kreditkarten

                  - 07.11.2010

                  So mancher Bankkunde hatte noch vor wenigen Jahren in Befragungen durchblicken lassen, dass er oder sie problemlos auch ohne die kostspieligen Kreditkarten auskomme und auf die bisher gebotenen Leistungen seiner Hausbank vertraue.

                  Viele dieser früher skeptischen Verbraucher ist inzwischen jedoch zu einem überzeugten Kreditkarteninhaber geworden. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es Bereiche gibt, in denen es schlicht an Alternativen zur Kreditkarte als Zahlungsmittel fehlt. So hat sich beispielsweise das Internet in der Weise verändert, dass dort in vielen Shops und Handelsportalen längst einzig und allein per Plastikkarte gezahlt werden kann, während die Überweisung per Vorkasse oder selbst die vormals beliebte Zahlung per Lastschriftverfahren zunehmend ins Hintertreffen geraten.

                  Wer also gerne einen Einkaufsbummel im Internet unternimmt, kommt heute mitunter gar nicht mehr ohne eine Kreditkarte über die Runden. Zum Glück sind die Gebühren aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs auf dem Markt in den vergangenen Jahren vielfach sogar deutlich gesunken.

                  Ein Grund für den Verzicht auf einen ausführlichen Vergleich der Konditionen sollte eine solche Aussage aber nicht sein, wie Verbraucherschützer aktuell einmal mehr betonen. Denn viele Verbraucher nehmen durch den Vergleichsverzicht im Ernstfall hohe Kartengebühren in Kauf, weil vielleicht ausgerechnet sie den falschen Kartenvertrag mit versteckten Nebenkosten abgeschlossen haben. Teuer werden kann es etwa dann, wenn die Kunden ihre Kreditkarte als Extra zum Girokonto bestellen. Im Rahmen von Komplettangeboten fällt der Blick nur auf die Gesamtkosten. Dass der Großteil der Kosten auf das Konto der Kreditkarte geht, ist vielen Verbrauchern dabei gar nicht bewusst. Kosten pro Jahr in dreistelliger Euro-Höhe sind möglich. Dabei sind die Kosten für die normale Ec-Karte selbst bei den kostspieligeren Konten noch eher überschaubar.

                  Vorsicht beim Prädikat "kostenlos"

                  Nach Aussagen des Magazins Finanztest von den Experten der Stiftung Warentest schlagen schon ganz normale Karten ohne viele Extraleistungen mit Gebühren in Höhe von bis zu 40 Euro pro Jahr zu Buche. Vorsicht geboten ist zudem dann, wenn die Kartenanbieter allzu generös zusätzliche Kreditkarten für den Partner oder die Partnerin in Aussicht stellen. Diese verursachen schnell nochmals Kosten vergleichbarer Größenordnung.

                  Zu aufmerksamem Prüfen der genauen Konditionen raten die Finanztest-Experten den Verbrauchern auch und gerade in den Fällen, in denen auf den ersten Blick von einem kosten Girokonto samt Kreditkarte die Rede ist. Hier steckt der Teufel nicht selten im Detail. So fehlt es möglicherweise nur in den ersten 12 Monaten an Grundgebühren, während plötzlich ab dem zweiten Jahr der Laufzeit mit deutlich höheren Gebühren gearbeitet wird. Die anfängliche Ersparnis ist damit in der Regel schnell aufgebraucht.

                  Wer es lieber etwas luxuriöser mag, sollte umso genaue hinschauen, welche Gebühren die Kreditkartengesellschaft oder eine Bank erhebt. Gemeint sind mit diesem Hinweis die Edel-Kreditkarten wie die "goldene Kreditkarte" oder die noch hochwertigere Platin-Karte. Jahresgebühren von bis zu 200 Euro sind keine Seltenheit. Doch aus Sicht der Testexperten haben viele dieser Luxus-Kreditkarten ihren Inhabern aus dem edlen Design in etlichen Fällen nur einen geringen Mehrwert im Vergleich zur herkömmlichen Kreditkarte zu bieten. Die als kostenlose Inklusivleistungen beworbenen Versicherungspolicen brauchen die meisten Kartennutzer im Grunde gar nicht.

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