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                  Verbraucher bei Wahl der Geldanlagen vielfach überfordert

                  - 25.10.2010

                  Humoristisch betrachtet, könnte man fast sagen, viele Verbraucher sind in Deutschland in Sachen Finanzen mit der Gesamtsituation unzufrieden. Diese Unzufriedenheit beruht für Anleger vor allem darin, dass sie gar nicht mehr wissen, welchen Aussagen und Tipps von Anlagespezialisten trauen sollen. Immer wieder sprechen Sparer in besonderer Weise von der so genannten Inflationsrate. Rund um dieses Thema ranken sich vielfältige Gerüchte, die in erster Linie eines hervorrufen: Unsicherheit. Und genau diese können sich Anleger am allerwenigsten leisten, wenn sie nach geeigneten Wegen für das Investieren der eigenen Ersparnisse suchen.

                  Baldiger Anstieg der Inflationsrate zu erwarten?

                  Und dennoch sind die Sorgen der Verbraucher durchaus berechtigt. Obwohl die derzeitige Inflationsrate bei einem Wert von nur knapp 1,5 Prozent liegt, sagen die aktuellen Prognosen einen möglicherweise sogar deutlichen Anstieg der Rate für die Zukunft vorher. Die Angst vor der drohenden Inflation, die bei einem Großteil der deutschen Bürger Umfrage zufolge präsent ist, ist also nicht unbedingt aus der Welt gegriffen. Erst einmal müssen sich Sparer aber vermutlich eher keine Gedanken über einen massiven Zuwachs der Inflationsrate machen. Experten erwarten zumindest bis zum Ende des kommenden Jahres einen relative Stabilität. Derzeit wird mit maximal 2,0 Prozent als Inflationsrate bis Ende 2011 gerechnet. Sollten sich diese Erwartungen tatsächlich bestätigen, könnte in Deutschland nahezu von einer Preisstabilität gesprochen werden.

                  Hohe Geldsummen auf dem Markt und Rohstoffteuerung lässt Inflationsrate steigen

                  Doch schon ab 2012 könnte sich die Lage auf dem Kapitalmarkt bedingt durch die freigiebige Geldpolitik der Zentralbanken - diese hatten nach Ausbruch der Krise massenhaft frisches Geld in die Finanzmärkte gepumpt - sowie den fortgesetzten Anstieg der Preise auf dem Rohstoffsektor wesentlich verschlechtern. Analysten raten Verbraucher daher dieser Tage von überdurchschnittlich langen Investitionen in Zinsanlagen ab. Sinnvoller scheinen da schon Produkte zu sein, bei denen die Laufzeiten kurz- oder mittelfristig angesetzt werden. Auch wenn Anleihen momentan im Einzelfall gute Zinssätze bieten können. Das niedrige Zinsniveau birgt die Gefahr, dass schon bald mit einem Anstieg zu rechnen sein könnte. Denn: Steigen die Zinssätze, verlieren die Anleihen an Reiz. Sind die Laufzeiten zudem besonders lang ausgerichtet, steigt das Investitionsrisiko für die Sparer nochmals.

                  Sachwerte bringen Abwechslung ins Portfolio

                  Ideal versorgt sind Anleger, wenn sie zudem nicht nur auf Anlagemodelle dieser Formate setzen. Auch als inflationssichere Anlagen geltende Investitionen wie Edelmetalle, Rohstoffe oder natürlich Immobilien. Solche Beimischungen können zusätzliche Sicherheit ins Portfolio bringen. Immobilien sind ohnehin ein gutes Stichwort, mit dem sich viele Anleger derzeit befassen. So stellt sich mancher die Frage, inwieweit die so genannten Offenen Immobilienfonds Risiken oder Chancen bieten können. Die Angst der Sparer besteht darin, dass immer wieder über eine neue Blase auf dem Immobilienmarkt diskutiert wird. Im Falle der offenen Fonds jedoch sehen die meisten Experten keine erhebliche Gefahr. Denn die Betreiber streuen das Risiko durch zahlreiche verschiedene Investitionsmodelle. Dies wiederum verschafft den Anlegern in diesem Bereich vergleichsweise geringe Wertschwankungen. Gut versorgt sind Sparer somit also vor allem dann, wenn sie auf einen Mix aus unterschiedlichen Anlageformen setzen, statt sich auf ein einziges Anlagemodell zu verlassen.

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