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Dividenden-Rendite vielfach besser als Aktiengewinne
- 22.10.2010
Sparer, die schon seit vielen Jahren auf dem Börsenmarkt auf der Jagd nach Gewinnen sind, wurden von den Entwicklungen während der Finanzkrise nicht unbedingt überrascht. Sie kennen die plötzlichen Kurseinbrüche und -zuwächse schon aus früheren Phasen. So mussten viele Aktionäre beispielsweise in den Jahren rund um die Jahrtausendwende miterleben, wie die Kurse ihre vormals lukrativen Wertpapiere deutlich in den Keller gingen. Auch damals war von einer Blase auf dem Markt die Rede, weil viele der gefragten Unternehmen überbewertet waren. Analysten sagten schon frühzeitig voraus, dass es früher oder später zu Wertberichtigungen kommen würde.
Eine neue Auswertung der Zeitschrift „Finanztest“, dem Zentralorgan der Stiftung Warentest weist nun in der aktuellen Ausgabe für den Monat Oktober darauf hin, dass die eigentlichen Aktienkurse auch in der jetzigen Phase nicht der einzige Aspekt sind, den Verbraucher bei der Produktauswahl berücksichtigen sollten. Die Experten des Magazins analysierten genau die Entwicklungen von Aktien und den zugehörigen Dividendenzahlungen. Das Ergebnis wird manchen Börsenanleger überraschen. Denn in den vergangenen zehn Jahren waren Börsenfans gut beraten, in erster Linie in Wertpapiere zu investieren, die mit einer hohen Dividende angeboten wurden. Mit diesen Papieren konnten Aktionäre teilweise wesentlich bessere Erträge erwirtschaften als mit Aktien, die mit eher geringen Dividenden verbunden waren.
Indexfonds und Indizes auf Dividendenbasis auf 10-Jahres-Basis mitunter deutlich rentabler
Was können investitionshungrige Sparer aus dieser Analyse für die eigenen Vorhaben ableiten? Nach Auffassung des Magazins Finanztest lässt sich unter anderem ableiten, dass sich Investitionen in Produkte aus dem Sektor der Dividendenindizes oder der Alternative der Indexfonds auf Dividendenbasis besonders lohnen können. Grundsätzlich können Versprechungen der Anbieter auf stetige Ausschüttung von Dividendenleistungen als Zeichen für eine solide Aktien eingestuft werden. Dazu gehört auch die Tatsache, dass die Indizes eher mit geringen Risiken verbunden seien, dabei aber zuverlässige Renditen einbringen, wie die Tester eingehend anführen. Um diese Entwicklungen zu belegen, nutzte die Stiftung Warentest ein „rückwärts gerichtetes“ Rechenmodell. Diese Berechnung ergab, dass allein der so genannte DivDax, in dem die 15 Dax-Aktien mit der besten Rendite gelistet sind, seit dem Jahr 2000 ein Plus in Höhe von gut 3,4 Prozent pro Jahr einbringen konnte. Diesem Ergebnis gegenüber steht ein deutlich geringeres Wachstum im Dax von nur gut 1,2 Prozent jährlich.
Damit die Aktie eines Unternehmens überhaupt in einen der verschiedenen Dividendenindizes aufgenommen kann, müssen die Anbieter garantieren, dass es zu regelmäßigen Dividenden-Auszahlungen kommt. Dabei gilt: Als Dividenden werden in diesem Fall nur solche Ausschüttungen berücksichtigt, die über die Umsätze erwirtschaftet werden. Aus der eigentlichen „Unternehmenssubstanz“ dürfen die ausgezahlten Gelder nicht stammen.
Nur investieren, was nicht akut benötigt wird
In einem Punkt spricht Finanztest dann aber doch erneut eine deutliche Warnung aus: Auch bei den Aktien, die in den Indexfonds geführt werden, sollten Anleger nur solche Summen investieren, auf die sie nicht kurzfristig Zugriff haben müssen, um anderweitig Anschaffungen zu finanzieren. Denn trotz der guten Renditechancen kann es natürlich durchaus zu Verlusten bei den Aktienkursen kommen.
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