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Postbank Online-Banking: Mehr Sicherheit durch neues TAN-Verfahren
- 21.10.2010
Neue Kunden von sich und seinen Dienstleistungen möglichst langfristig zu überzeugen, fällt den Banken im Lande im schwerer. Früher entschieden sich die Verbraucher mehrheitlich nur einziges Mal für ein Institut und blieben ihrer Hausbank meist bis zum Lebensende treu. Heute jedoch sind die Kunden nicht nur anspruchsvoller und kritischer geworden. Ein wesentlicher Grund für die zunehmende Bereitschaft zum Wechsel der Bank ist wohl darin zu finden, dass das Internet für einen massiven Wettbewerb zwischen traditionellen Filialbanken und den so genannten Direktbanken gesorgt hat. Von diesem Konkurrenzkampf profitieren die Verbraucher in vielen Bereichen. Der vormals gravierende Unterschied zwischen den Banken, die ihre Kunden nur im Web bedienen, und den klassischen Instituten, verschwimmt im Zuge des Wettbewerbs. Das zeigt die Meldung der Postbank einmal mehr eindrucksvoll. Denn die Bank wagt wiederholt als Vorreiter der Branche den Umstieg auf ein neues System beim Online-Banking. Das klare Ziel des Unternehmens in diesem Fall: Mehr Sicherheit für die Kunden, die ihr Postbank-Konto via Internet führen.
Bisher setzt die Postbank wie die Mehrheit der Banken, die Online-Banking-Angebote im Portfolio haben (und das sind mittlerweile die meisten Vertreter der Branche) auf das herkömmliche Banking-Verfahren, bei dem die Kunden von ihrer Bank eine so genannte TAN-Liste erhalten, der sie für jede einzelne virtuelle Transaktion eine Nummer entnehmen, die sie zur Bestätigung ihrer Aktion eingeben müssen. Ab dem 16. November dieses Jahres aber brechen neue Zeiten bei der Postbank an, wie das Unternehmen zur Mitte dieser Woche publik machte. Im Interesse der eigenen Kunden will man schrittweise höhere Sicherheitsstandards einführen. Mit diesem Konzept will man vermutlich vor allem den Kunden entgegenkommen, die sich Sorgen über den zunehmenden Datenmissbrauch im Web machen. Erst zum Beginn des Jahres war es im Zusammenhang mit einem spanischen Dienstleister dazu gekommen, dass Kartendaten von EC- und Kreditkartenkunden vieler deutscher Kunden in die Dritter gelangt waren.
TANs nur noch kurzfristig aktiv
Mit dem neuen Verfahren namens „chipTAN“ will die Postbank als erste deutsche Bank zukünftig auf ein neues System vertrauen, das als besonders sicher gilt. Dies liegt daran, dass auf den Versand der obligatorischen TAN-Listen verzichtet wird. Die fürs Online-Banking benötigten TAN-Nummern werden bei diesem innovativen Ansatz von einem so genannten TAN-Generator ermittelt. Anders als bisher sind die erstellten Zahlenkombinationen jeweils nur für einen einzigen bestimmten Vorgang und zudem nur für einen eng gesteckten zeitlichen Rahmen verwendbar. Mehr Sicherheit, so die Medienberichte aus dem Umfeld der Postbank, können Banken ihren Kunden derzeit im Prinzip nicht bieten.
Geräte funktionieren auch bei anderen Banken
Allerdings müssen die Kunden für diesen Service selbst bezahlen. Denn der Generator zum Lesen der Karten schlägt mit rund 15 Euro (allerdings samt Portokosten) zu Buche. Dafür aber ist der Kartenleser nicht nur für Dienstleistungen der Postbank einsetzbar. Da damit zu rechnen ist, dass andere Institute ihrerseits schon bald ähnliche Umrüstungen anbieten werden, können Verbraucher den bei der Postbank erworbenen TAN-Generator später auch in Verbindung mit den Produkten anderer Institute nutzen. Die System-Umstellung auf chipTAN soll bis Mitte des kommenden Jahres für alle Online-Kunden abgeschlossen.
Fragen zu Postbank Online-Banking: Mehr Sicherheit durch neues TAN-Verfahren
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2011-04-05, 10:09
Klaus N
2011-01-23, 10:16
besserwisser