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                  Neue Studie weist auf mangelhaftes Verbraucher-Wissen beim Geldumgang hin

                  - 20.10.2010

                  In den vergangenen Monaten hat es immer wieder Umfragen und Studien gegeben, die sich mit der Frage befassten, wie es in Deutschland eigentlich um das Know-how in Sachen Finanzen bei den Verbrauchern. Die Ergebnisse dieser zahlreichen Auswertungen ließen unterschiedliche Rückschlüsse zu. Auf der einen Seite hatten die Bürger in Befragungen erkennen lassen, dass sie sich durchaus darüber im klaren sind, welchen hohen Stellenwert die private Altersvorsorge für die heutigen Berufstätigen haben sollte. Dieser Feststellung gegenüber steht aber nun unter anderem die Befragung „Kundenkompass Finanzkompetenz“, die wie üblich in einer Kooperation der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem DSGV, dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband stattgefunden hat. Rund 1.000 junge Deutsche aus der Altersgruppe der 18- bis 39-jährigen standen zu ihren Einstellungen und Meinungen zum Thema Finanzen und Geld im allgemeinen Rede und Antwort.

                  Das Ergebnis, zu dem die Studie von FAZ und DSGV kommt, ist alles andere als beruhigend für die Experten. Zwar gibt die Hälfte der Befragten an, sich gerne mit dem Geld zu beschäftigen, doch muss in vielen Fällen schlicht attestiert werden, dass viele der jungen Deutschen überhaupt oder nur wenig Ahnung in Finanzangelegenheiten haben. Ein Grund für diese bedenkliche Tatsache liegt wohl darin, dass sich 44 Prozent der Befragten nach eigener Aussage sowieso nur mit Finanzprodukten auseinandersetzen, weil sie es eben für dringend nötig halten. Dabei zeigt der Kundenkompass, dass die Kunde vielfach nicht verstehen, welche Produkte ihnen von den Banken überhaupt angeboten werden, auch die Informationen zu den Produkten von Banken, Versicherungen und anderen Dienstleistern sind keineswegs für jeden Befragten ohne Schwierigkeiten verständlich. Dies wiederum begründet die Studie jedoch nicht nur mit dem fehlenden Wissen auf Seiten der Kunden. Denn bei den Anbietern scheint das Interesse an guter Aufklärungsarbeit gegenüber ihren jungen Kunden doch eher gering zu sein.

                  Geringverdiener sind oft besonders unerfahren bei Finanzprodukten

                  Nicht nur beim Thema Altersvorsorge steht es nicht zum Besten mit dem Wissen der Verbraucher im Alter bis maximal 39 Jahren. Neben dem Vermögen stellt sich auch das eigene Einkommen als schwieriges Thema dar. Die persönliche Finanzplanung bezeichnet jeder sechste Umfrageteilnehmer als kompliziertes Unterfangen. Auffallend einmal mehr: Vor allem bei den Bürgern mit geringem Einkommen fühlen sich viele Befragte schlichtweg überfordert mit der Frage nach einer sinnvollen Finanzplanung. Hier gibt sogar jeder dritte Teilnehmer der Befragung an, ohne fremde Hilfe zum Teil erhebliche Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung zu haben.

                  Doch nach Einschätzung von Finanzberatern und anderen Experten gibt es auch bei den Kunden mit höheren Einkommen Probleme bei der Finanzplanung. Oft würden die persönlichen Prioritäten bei der Auswahl von Finanzprodukten falsch gesetzt. Ein Beispiel: In vielen Fällen würden die Deutschen Sparverträge mit langfristiger Ausrichtung abschließen, ohne dabei jedoch daran zu denken, Rücklagen zu bilden, um für unvorhergesehene Ausgaben vorzusorgen. Kommt es bei solchen Fehlplanungen dazu, dass das investierte Kapital benötigt wird, ist die Verfügbarkeit häufig nur mit Verlusten möglich. Unerfahrenen Anlegern raten die Experten dazu, sich auf eine geringe Auswahl verständlicher Produkte zu konzentrieren, statt sich mit komplexen Anlageformen unnötig zu verwirren.

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