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Deutsche Bürger bringen 2009 mehr Geld auf die Bank
- 20.10.2010
Die deutschen Bürger waren nicht immer vorbildlich, wenn es ums Sparen ging. In der Vergangenheit gab es immer wieder Phasen, in denen die Verbraucher lieber dem Konsum frönten, als sich darum zu kümmern, Geld auf die hohe Kante zu legen. Gerade während der Wirtschaftskrise war diese Konsumlaune ein wesentlicher Faktor, um der Konjunktur endlich wieder in der erhofften wie auch erforderlichen Art und Weise auf die Sprünge zu helfen. Inzwischen herrscht in gewisser Weise eine Mischung aus Konsumbereitschaft und Sparfreude vor, wie Studien und Umfragen schon seit einigen Monaten regelmäßig unter Beweis stellen können. Auch die Volksbank spricht derzeit davon, dass die Deutschen fortgesetzt auf die finanzielle Vorsorge setzen.
Pünktlich zum Weltspartag Ende des Monats - am 29.10. - hat man sich bei der Volksbank mit der Frage befasst, wie es wirklich um das Sparverhalten der Bankkunden im Lande steht. Das Ergebnis: Markus Herz, seines Zeichens Vorstandsmitglied bei der Volksbank, attestiert den Bürgern dieser Tage einen „ungebrochen Willen zum Sparen“. Ein berechtigtes Lob, wenn man sich Entwicklungen der letzten Monate genauer anschaut. Denn der Aufbau eines eigenen Vermögens und die finanzielle Absicherung durch Rücklagen spielen für die Bundesbürger eine wichtige Rolle. Das Sparkonzept der Verbraucher kann sich derzeit sehen lassen.
Bestes Sparergebnis seit 1994
Zuletzt waren die Bankkunden vor 16 Jahren, also im Jahr 1994, so sparfreudig wie im vergangenen Jahr. 2009 stieg die Sparquote nach Aussagen des Volksbank-Vorstandes Herz sogar nochmals um ein Zehntelprozent auf immerhin 11,3 Prozent. Dies geht aus einer Studie hervor, die vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken angefertigt wurde. Positiv werten die Experten des BVR, dass sich die Bürger beim Sparen nicht einmal von der rezessiven Stimmung des vergangenen Jahres abhalten ließen und auch weiterhin ihrer Linie treu geblieben sind. Die so genannte Sparquote bezieht sich auf den Anteil ihres verfügbaren Einkommens, den die Verbraucher in Geldanlagen investieren.
Auch 2011 könnte die Sparquote weiter steigen
Für 2010 prognostiziert der Bundesverband ebenfalls eine Fortsetzung des positiven Spartrends. Für dieses Jahr rechnen die Experten mit einem erneuten Anstieg der Sparquote auf möglicherweise 11,5 Prozent. Eine weitere Erkenntnis der Studie: 2009 wurde rund jeder dritte Euro in Guthaben bei einer Bank umgewandelt durch die Kunden. Das Gesamtvolumen der Kundenanlagen, die bei den Volks- und Raiffeisenbanken verwaltet wurden im vergangenen Jahr, wuchs sogar um 3,50 Prozent im Vorjahresvergleich. Anders als früher vertrauten die Kunden dabei eher auf Tagesgeldkonten und das Angebot aus dem Bereich des Wachstumssparens, während vormals vor allem die so genannten Terminanlagen oder die Produkte aus dem Bereich Anlagesparen gefragt waren. Dass die Sparquote in diesem Jahr wohl auch weiterhin steigen wird, wird den Bankkunden nicht zuletzt vermutlich durch die steigenden Einkommen ermöglicht, von denen Analysten derzeit ausgehen. Fraglich ist nur, wie sich das Verhalten der Verbrauchern ändern sollte, wenn sich die nicht gänzlich positiven Konjunkturprognosen für 2011 bestätigen.
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