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Kriminelle Übergriffe im Web - die wachsende Gefahr?
- 21.09.2010
Durchschnittsverbraucher sind vermutlich der Überzeugung, dass sie für Kriminelle nur sehr bedingt ein interessantes Ziel sind. Neue Studien und Statistiken zeigen jedoch gerade im Internet deutlich steigende Zahlen bei den Straftaten. Häufig sind es gerade die ganz normalen Bankkunden, die von den Übergriffen in Mitleidenschaft gezogen werden. Nationale und internationale Spezialisten sagen derzeit einen massiven Anstieg im Bereich der Internetkriminalität vorher. Schon jetzt sind die Gefahren für Internetnutzer erheblich, doch die Risiken beim Surfen im Web könnten in den kommenden Jahren noch dramatisch steigen, glaubt man den Aussagen der Experten. Immer häufiger gelangen die personenbezogenen Daten von Verbraucher in die Hände von Kriminellen.
Insbesondere im Bereich der online abgewickelten Finanztransaktionen steigt die Zahl der unbefugten Zugriffe auf Bank- und Kundendaten. Nach einem Bericht des Unternehmens Symantec, einem Unternehmen mit dem Spezialgebiet Online-Sicherheit, wurden weltweit etwa zwei von drei Internetnutzern wenigstens einmal Opfer einer Straftat im Web. Viele Verbraucher wissen nicht einmal, dass ihre Daten ausgespäht worden sind, so der Hinweis der Insider. Die Studie des Konzerns wurde auf Basis einer Umfrage unter rund 7.000 Internetnutzern erstellt. Bedenklich in diesem Punkt ist auch die Tatsache, dass viele Betroffene die Straftaten nicht einmal zu einer Anzeige bringen. Der Anteil der Opfer, die sich an die Polizei wenden und eine Anzeige stellen, liegt nicht einmal bei 50 Prozent. Mit der Folge, dass die Täter weiterhin freie Hand haben und anderen Internetnutzern ungehindert Schäden zufügen können. Grund für den Anzeigenverzicht: Gut 80 Prozent der Umfrageteilnehmer sind davon überzeugt, dass eine Anzeige ohnehin nicht dazu führen würde, dass den Tätern das Handwerk gelegt wird.
Umsatz von Online-Tätern steigt stetig
Symantecs Mitbewerber McAffee beziffert die Schäden durch Internetkriminalität pro Jahr auf etwa 80 Milliarden Euro pro Jahr. Bei deutlich steigender Tendenz. Interessant ist diesbezüglich auch eine Aussage der US-amerikanischen Polizeibehörden. Aktuellen Zahlen zufolge verdienen Kriminelle, die im Web ihr Unwesen treiben, jährlich etwa 23.000 US-Dollar mit ihren Straftaten. Machtlos gegenüber stehen Bankkunden und Fans des Online-Shoppings der steigenden Missbrauchsgefahr im Web aber nicht. Eine gesunde Skepsis beim Eingang von Mails mit unbekanntem Absender und ein hohes Maß an Vorsicht bei der Eingabe von Konto- oder Kreditkartendaten können Verbraucher gegen kriminelle Machenschaften schützen.
Schon wenige Maßnahmen können vor Datenmissbrauch schützen
Die regelmäßige Aktualisierung von Sicherheitssoftware ist ein weiterer Ansatz, um zu verhindern, dass Kriminelle Zugriff auf den eigenen Rechner haben. Besonders aufmerksam sollten Internetnutzer sein, wenn ihnen Verdienstangebote unterbreitet werden, bei denen sie als Vermittler bei Überweisungen fungieren. Bei Mails, die auf den ersten Blick von der Hausbank stammen könnten, sollten generell keine Eingaben über Links gemacht werden. Denn: Banken weisen immer wieder darauf hin, dass wichtige Dokumente nicht per Mail, sondern auf dem Postweg zugestellt werden. Schon bei Berücksichtigung dieser wenigen Maßnahmen können Nutzer von Online-Banking und konsumfreudige Bürger bei Shopping-Portalen im Web das Missbrauchsrisiko deutlich senken. Auf die bekannte Kennzeichnung „https“ zu achten, bringt den Konsumenten in den meisten Fällen zusätzliche Sicherheit beim Einkauf im Web.
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