- Blogrolle
- Ansahl Versicherungsblog
- Manfreds PKV-Makeleien
- Versicherungen News
- Kredit Engel-News
- Portal Optimal absichern
Erhalten Sie kostenlos wertvolle Verbrauchertipps, Zinsübersichten sowie aktuelle, wichtige und interessante Finanzinformationen.

Blog
Anleger setzen Rendite über Sicherheit beim Investieren
- 10.09.2010
Die Monate nach der heftigsten Phase der Wirtschaftskrise waren vor allem dadurch gekennzeichnet, dass die Anleger zunehmend andere Prioritäten setzten, wenn sie sich mit der Frage nach der sinnvollsten Geldanlage befassten. Obwohl etliche Anlagemodelle den potentiellen Investoren durchaus beträchtliche Erträge ermöglichen konnten, beharrten die Sparer lieber in einer Art Schockstarre. Die Sorgen um die eigenen Rücklagen hatten dazu geführt, dass die Aussicht auf hohe Gewinne bei der Auswahl nur noch auf dem zweiten Platz oder noch weiter hinten angesiedelt wurden. Die negativen Erfahrungen vieler Verbraucher mit Banken wie der insolventen isländischen Bank Kaupthing Edge hatten ein Umdenken ausgelöst. Am Ende dieses Gedankenspiels stand in erster Linie die Rückbesinnung auf den Faktor Sicherheit, wenn eine Entscheidung für oder gegen eine Geldanlage zu treffen war.
Daran konnten die Banken nicht einmal durch überdurchschnittlich hohe Zinsversprechen bei Anlagen aus den Bereichen Tages- und Festgeld wirksam etwas ändern. Doch die aktuellen Umfragen bestätigen einmal mehr die Richtigkeit der Redewendung "aus den Augen, aus dem Sinn". Obwohl unter anderem die vermeintliche Nachhaltigkeitsbank Noa Bank unter Beweis stellte, dass die Probleme der Bankenbranche keinesfalls vollständig zu den Akten gelegt werden dürfen, lassen sich die Anleger zunehmend wieder von hohen Zinssätzen überzeugen. Der Blick auf die Einlagensicherung oder die drohenden Risiken rücken dabei vielfach in den Hintergrund, wenngleich die letzten Schlagzeilen über wirtschaftliche Komplikationen bei der einen oder anderen Bank noch nicht allzu lange zurückliegen. Das Problem bei der Rendite-Lust der Anleger: Viele der besten Zinssätze, die bei Festgeldkonten und der flexiblen Alternative Tagesgeld, werden dieser Tage leider nicht von Banken mit Sitz in Deutschland angeboten. In diesem Punkt vergisst mancher Sparer, dass nicht überall in Europa die gleichen hohen Standards für die Einlagensicherung von staatlicher Seite bzw. auf freiwilliger Basis durch die verschiedenen Bankenverbände zugrunde gelegt werden.
Einlagensicherung sollte stets im Blick behalten werden
Dabei sollte man eigentlich meinen, dass die Erinnerung in den Köpfen der Bankkunden nicht mit derartiger Geschwindigkeit verblassen sollte. Doch während die meisten deutschen Institute höchstens mit Produkten mit Zinssätzen in Höhe von maximal zwei Prozent Zinsen pro Jahr Laufzeit auf dem Anlagemarkt vertreten sind, locken ausländische Institute wie die estnische Bigbank mit Zinssätzen, die je nach gewählter Laufzeit jenseits der Marke von vier Prozent liegen. Der eigene Verdienst überlagert bei vielen Anlegern entsprechend die Einsicht, dass sie eigentlich vorrangig Wert auf die Sicherheit ihrer Rücklagen achten sollten. Im Juni dieses Jahres verwalteten ausländische Banken ein Einlagenvolumen von 16,6 Milliarden Euro. Dies ist im Vergleich zum gleichen Monat im Jahr 2009 ein Zuwachs von 17 Prozent. Bei deutschen Instituten stieg das Volumen der Einlagen von Privatkunden lediglich um 3,5 Prozent.
Für den durchschnittlichen Verbraucher ist die gesetzlich geregelte Einlagensicherung in Höhe von 50.000 Euro gewiss ein ausreichender Schutz. Doch spätestens bei höheren Einlagen gleicht eine Investition mit dem Ziel größtmöglicher Rendite einem Glücksspiel, an dessen Ende mitunter ein schmerzlicher Verlust stehen kann.Doch um beim Beispiel Noa Bank zu bleiben: Auch im eigenen Land kann sich eine Investition als Fehlgriff erweisen. Zwar greift in diesem Fall infolge der Antragstellung zur Insolvenz die staatliche Regelung für den Einlagenschutz. Darüber hinaus jedoch sind die Kundengelder im "worst case" verloren. Viele Kunden der Bank müssen nun bangen, ob und wann sie in welcher Größenordnung ausgezahlt werden. Anlageexperten raten Anlegern, nicht wie vor der Krise nur den Ertrag vor Augen zu haben, sondern stattdessen im eigenen Interesse einen Kompromiss zwischen Sicherheit und Rendite anzustreben.
Bei allgemeinen Fragen benutzen Sie bitte untenstehendes Formular. Ihre Frage wird hier veröffentlicht und unsere Redaktion wird diese nach Möglichkeit beantworten.
Beachten Sie: Rechtsberatung und Beantwortung von Vertragsfragen sind von dem Service ausgeschlossen.