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Abgeordneter fordert Bekanntgabe von Daten zu US-Goldreserven
- 03.09.2010
Gold ist und bleibt ein Thema. Nicht nur in Deutschland. Wie hoch viele die Bedeutung des Edelmetalls nicht nur für Privatanleger und Investoren, sondern auch für die Staaten in aller Welt ist, wurde zum Beginn der Woche erneut am Beispiel der Vereinigten Staaten deutlich. Dort kamen Zweifel darüber auf, ob die USA tatsächlich nach wie vor über hohe Reserven verfügen. Wie hoch genau diese besagten Reserven eigentlich sind, ist für Normalbürger gar nicht wirklich nachvollziehbar. Der Abgeordnete Ron Paul will nun mit einem neuen Gesetz an dieser bisherigen Regelung rütteln. Schon im September möchte der Politiker ein Gesetz im US-Parlament einbringen, mit dessen Hilfe zukünftig die Möglichkeit bestehen soll, genau zu prüfen, über welche Gold-Rücklagen der Staat eigentlich zu einem Tag X verfügt. Pauls Sorgen werden auch von anderen Politikern geteilt.
Die Befürchtung: Weder bei der Fed noch in Fort Knox könnten vergleichbar hohe Goldmengen aufbewahrt werden, als dies in früheren Jahren der Fall war. Die Verschwörungstheoretiker unter den Zweifeln gehen indes sogar davon aus, dass die Tresore in Ford Knox inzwischen sogar vollkommen leer sein könnten. Das Finanzministerium der USA sprach hingegen in aktuellen Statistiken von Goldreserven mit einem derzeitigen Gegenwert in Höhe von knapp mehr als elf Milliarden US-Dollar. Dass sich ausgerechnet der Abgeordnete Paul in dieser Sache zu Wort meldete, ist nicht verwunderlich. Gilt er doch als einer der engagiertesten Gegner der Notenbank der USA.
Der Goldpreis auf dem Weg zu neuen Ufern
Ungeachtet dieser Entwicklungen in Amerika setzt das Edelmetall Gold dieser Tage erneut zu einen Start in neue Sphären an. Weiterhin sind es die besonderen Bedingungen, die derartige Ausflüge des Goldpreises ermöglichen. Ärgerlich für manchen Anleger: Sah es noch für wenige Tage so aus, als würde sich eine günstige Gelegenheit für den verspäteten Einstieg im Goldsektor ergeben, strebt die sichere krisensichere Geldanlage mittlerweile wieder nach Höherem. Das bisherige Jahreshoch mit einem Kurs von 1266,50 US-Dollar pro Feinunze Gold – erreicht wurde dieser Wert erst im Juni dieses Jahres – scheint in greifbarer Nähe. In dieser Woche kletterte der Goldpreis zwischenzeitlich auf einen Stand, der nur knapp 12 Dollar unter dieser Höchstmarke zum Liegen kam, bevor es wieder ein wenig auf Talfahrt ging. Und schon ziehen auch die Banken als Anbieter von Gold nach, indem sie potentiellen Einsteigern oder Kunden, die ihr Kontingent sicherheitshalber aufstocken möchten, Kursziele mit Werten von bis zu 1.500 US-Dollar anbietet. Denn noch immer machen sich viele Anleger Gedanken über eine mögliche Rückkehr der Rezession und investieren ihr verfügbares Kapital lieber in Gold als in anderen Geldanlagen.
Gute Chance auf ein Rekord-Jahrzehnt
Wer rechtzeitig eingestiegen ist, darf sich vermutlich langfristig freuen. Schon seit gut zehn Jahren ist Gold inzwischen – von einigen vorübergehenden mehr oder weniger starken Einbrüchen – durchgehend teurer geworden. Wer im vergangenen August den Euro-Wert in Höhe von rund 900 Euro je Feinunze verpasst hat, sollte sich nach Einschätzungen von Experten keine allzu großen Hoffnungen machen, dass diese Zeiten schon bald zurückkehren könnten. Bessere Entwicklungen beim Goldpreise als Seit Beginn des Jahrzehnts hat es nach Auswertungen der Analysten des Finanzdienstleisters Bloomberg in den vergangen 90 Jahren nicht gegeben. Ausgelöst worden war der Boom einerseits durch die Sorgen in vielen Bereichen der so genannten New Economy, auch die Anschläge vom 11. September trugen zur steigenden Nachfrage bei. Aktuell sind es vor allem die Ängste der Anleger, die Krise könnte erneut ausbrechen, die zu einer kaum abebbenden Goldbegeisterung beitragen. Ein wichtiger Faktor für diese Bedenken der Anleger sind die noch immer eher schwachen Daten zur US-Konjunktur.
Fragen zu Abgeordneter fordert Bekanntgabe von Daten zu US-Goldreserven
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