Blog
Haben kapitalbildende Lebensversicherungen noch eine Zukunft?
- 25.08.2010
In den letzten Wochen und Monaten gab es verstärkt Diskussionen um die Zukunft der Kapitallebensversicherungen. Durch die Senkung des Garantiezinses auf inzwischen nur noch 2,25 Prozent ist die Rendite für kapitalbildende Lebensversicherung so niedrig geworden, dass sie sich kaum mehr lohnt für Menschen, die auf der einen Seite einen Todesfallschutz haben möchten, aber der anderen Seite aber auch eine finanzielle Absicherung nach einer festgelegten Laufzeit.
Bereits in den vergangenen Jahren war die Kapitallebensversicherung immer mehr beschnitten worden vom Gesetzgeber. Viele Sparer hatten die Steuerfreiheit dieser Art von Lebensversicherung gerne ausgenutzt, um Geld anlegen zu können zu damals noch guten Zinsen, ohne jedoch Kapitalertragssteuer dafür abführen zu müssen.
Der Gesetzgeber hat straffe Regelungen eingeführt bei der Kapitallebensversicherung
Hier wurde dann irgendwann der Riegel vorgelegt, so dass Kapitallebensversicherung eine Laufzeit von jeweils mindestens 12 Jahren haben, die Auszahlung aber vor dem Erreichen des 60. Lebensjahres erfolgt sein muss. Zudem muss ein Mindestprozentsatz erreicht werden beim Todesfallschutz.
Bei normalen Kapitallebensversicherungen muss der Todesfallschutz mindestens 50 Prozent der über die ganze Vertragslaufzeit eingezahlten Beiträge betragen. Bei Lebensversicherungen, die fondsgebunden sind, muss der Todesfallschutz mindestens eine Höhe von 10 Prozent der Beitragssumme oder den Zeitwert erreichen, den der Vertrag nach fünf Jahren Laufzeit hat. Bei kapitalbildenden Lebensversicherungen, die mit einem Einmalbetrag abgeschlossen wurden, oder mit einer abgekürzten Dauer der Beitragszahlungen, muss der Todesfallschutz das Deckungskapital der Lebensversicherung um mindestens zehn Prozent überschreiten.
Garantiezins mit sinkender Tendenz
Früher lag die Garantieverzinsung für die kapitalbildende Lebensversicherung auf einem guten Niveau. Die Versicherungsunternehmen haben jedoch aufgrund der Finanzkrise viel Kapital verloren und setzen deshalb nur noch auf Sicherheit bei der Geldanlage. Das bedeutet: Es gibt kaum mehr Anlagen in Aktien, eine Rendite, die in guten Börsentagen der Versicherung dann natürlich fehlen – und auch die Überschussverzinsung immer niedriger werden lassen.
Es ist eine Frage der Zeit, wann der Garantiezins erneut gesenkt werden wird. Zwar gilt die Garantieverzinsung in der Regel für bereits bestehende Beträge dann weiter, dennoch macht der niedrige Zins die Anlagemöglichkeit Kapitallebensversicherung zunehmend unattraktiver. Langsam bietet sich das Bild einer Anlageart, die ihre besten Tage hinter sich hat. Da die Kosten für kapitalbildende Lebenssicherungen nicht gerade niedrig sind, und von Experten auch immer wieder kritisiert wurden, stellt sich angesichts niedriger Garantieverzinsung und einer abnehmenden Überschussbeteiligung die Frage, ob nicht eine Kombination von Risikolebensversicherung und Festgeldanlage die sinnvollere Alternative wäre. Gerade bei Risikolebensversicherungen gibt es zahlreiche günstige Angebote, gepaart mit einem gut verzinsten Festgeld könnte der Versicherte so nicht nur Kosten sparen, sondern zudem eine bessere Verzinsung erwirtschaften.
Kommentare zu Haben kapitalbildende Lebensversicherungen noch eine Zukunft?
Gesundheitsausgaben werden immer mehr von Arbeitnehmern getragen
PKV Beitragseinnahmen und Ausgaben steigen
Versicherungssteuer wird ab 2007 teurer
Durchschnittlicher GKV Krankenkassenbeitrag steigt
Bankkonto über das Internet nutzen 21 Millionen
Krankenkassen beschliessen höheren Beitragssatz
Besucher fanden diese Seite unter folgenden Suchbegriffen:
- zukunft lebensversicherung,
- zukunft der lebensversicherung,
- zukunftsprognosen lebensversicherungen,
- lebensversicherungen sicherheit zukunft,
- grundverzinsung bei kapitalbildenden lebensversicherungen
