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Kassieren die Stromkonzerne die Verbraucher ab?
- 04.08.2010
Der Vorwurf wiegt schwer, den eine neu erstellte Studie der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ans Tageslicht bringt. Demnach berechnen die Stromkonzerne höhere Beschaffungskosten als sie haben, wobei diese tatsächlich 0,8 Cent pro Kilowattstunde niedriger liegen würden. Bei einem Verbrauch von 131 Milliarden Kilowattstunden in Deutschland ergibt sich unterm Strich ein Betrag von etwa einer Milliarde Euro – welche die Stromanbieter mehr bekommen, als sie eigentlich bekommen dürften.
Anbieterwechsel ist einfach durchzuführen
Der Strommarkt in Deutschland ist inzwischen viel offener geworden, und die Angebote anderer Anbieter neben dem ortsansässigen sind zahlreich. Dennoch verbleiben viele Stromkunden bei ihren alten Versorgern, weil sie glauben, dass ein Wechsel zu einem neuen Stromversorger viel zu aufwändig wäre. Dies ist nicht der Fall, ein Anbieterwechsel ist meist ganz einfach, meist werden die Formalitäten dazu auch vom neuen Stromversorger selbst übernommen.
Vergleich mehrerer regionaler Stromtarife wichtig
Dabei ist es so einfach, mit einem Anbieterwechsel Geld zu sparen. Von Vorteil ist, vor dem Wechsel eine Stromtarif-Vergleich durchzuführen, um sehen zu können, wie viel Ersparnis wirklich vor Ort drin ist – und welche Anbieter regional eine Versorgung mit Strom anbieten. Bei einem solchen Vergleich kann gut gesehen werden, wie viel Geld beim Wechsel tatsächlich gespart werden kann. Achten Sie darauf, für welche Laufzeit die Preise garantiert sind, so dass sie nicht plötzlich von heute auf morgen ansteigen können.
In den meisten Fällen lohnt sich ein Anbieterwechsel im Bereich Strom – für Gas gilt übrigens Ähnliches. Nicht immer ist der eigene Energieversorger auch tatsächlich der günstigste, oftmals gibt es noch bessere Angebote auf dem inzwischen offenen Markt für Strom und Gas. Und keine Scheu vor einem Wechsel – meist ist dies so schnell durchzuführen, dass man sich hinterher sogar ärgert, nicht längst einen Energie-Wechsel durchgeführt zu haben. Einzig im Bereich Fernwärme ist dies fast nicht möglich, dafür sollten deshalb auch die möglichen Ersparnisse im Bereich Strom und Gas mitgenommen werden.
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