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                  Einkaufen im Web – noch immer ein Risiko für Verbraucher

                  - 04.08.2010

                  Die aktuellen Statistiken und viele Umfragen bestätigen einen wesentlichen Trend: Die Konsumenten nutzen immer häufiger die neuen Möglichkeiten zum Einkaufen, die ihnen das Internet bieten kann. Noch vor etwa einem Jahrzehnt wäre es kaum vorstellbar gewesen, dass deutsche Kunden in einigen Sekunden Konsumartikel von einem Anbieter am anderen Ende der Welt bestellen und dies Artikel schon nach einigen Tagen vom Postboten zugestellt werden. Vergessen werde darf angesichts der Vorzüge, die das Web bietet, aber nicht, dass das Medium für Verbraucher eben auch in steigendem Maße Gefahren des Missbrauchs zur Folge hatte und weiterhin hat.

                  Kreditkartenzahlung online für viele Kunden zwiespältig

                  Für die Konsumenten stellt sich daher die Frage, wie sie selbst dafür sorgen können, dass der eigene Einkaufsbummel im Web nicht am Ende vor allem negative Auswirkungen hat. Die dringlichste Überlegung muss aus Sicht von Verbraucherschützern sein, welches Zahlungsmittel das richtige ist. Immer häufiger fehlt es diesbezüglich aber in den Online-Shops überhaupt an Wahlmöglichkeiten. Viele Shop-Betreiber bieten inzwischen sogar nur noch die Zahlung mit der Kreditkarte. Doch die Meldungen über Phishing-Attacken und Missbrauch von Kreditkartendaten haben die Verbraucher vorsichtig werden lassen. Zum Glück gibt es nach wie vor andere Portale, in denen Verbraucher genauso gut Beizahlformate wie den Kauf auf Rechnung auswählen können. Fast immer können die Kunden auch per Vorkasse bezahlen. Für Kunden, die weder per Kreditkarte noch per Lastschriftverfahren zahlen möchten, ist dies im Grunde der einzige Weg, Bezahlungen ohne Angabe von Karten- und Kontodaten vornehmen zu können.

                  Vorkasse nicht ohne Risiken – Problemfall Händler-Insolvenz

                  Jedoch sind die Kunden in diesem Fall nur insofern auf der sicheren Seite, dass das Risiko eines Datenmissbrauches gegen null tendiert. Gegen Missbrauch an sich sind Konsumenten bei dieser Bezahlung jedoch nicht geschützt. Denn immerhin besteht noch immer die Möglichkeit, dass der vermeintliche Verkäufer ein Betrüger ist und das überwiesene Geld auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist, ohne dass Käufer für ihr Geld eine Gegenleistung erhalten. Und selbst bei seriösen Shop-Anbietern bleibt bei der Zahlung per Vorkasse ein Restrisiko. Denn was, wenn der Händler nach Eingang des Kaufpreises Insolvenz anmelden muss? Im Ernstfall werden keine weiteren Waren mehr versendet, so dass die Kunden sprichwörtlich in die Röhre schauen müssen. Hier zeigt sich der deutliche Unterschied zwischen der Online-Bestellung und dem normalen Kaufmodell im Einzelhandel, bei dem Kunden ihr Geld direkt gegen ein Produkt im Handel tauschen. Das Risiko eines Betrugs ist beim klassischen Einkauf kaum gegeben.

                  Prüfsiegel bringen Konsumenten mehr Sicherheit

                  Eine Lösung können die neuen Bezahlsysteme sein, die Kunden ihre Dienste bei der Online-Bezahlung anbieten. Hier wirken die Dienstleister im Grunde als Vermittler. Die Gelder werden in vielen Fällen erst dann an die Händler transferiert, wenn diese die bestellte Ware abgeschickt haben. Auch Prüfsiegel können nach Meinung von Verbraucherschützern ein Hinweis für die Kunden sein, die beim Einkauf im Web kein böses Erwachen erleben möchten. Doch auch hier sollten Verbraucher auf der Hut sein. Nicht jedes Gütesiegel garantiert wirklich Sicherheit und hohe Qualität. Für die deutschen Verbraucherzentralen sind es vor allem mit dem TÜV-Siegel ausgezeichnete Portale oder die so genannten Trust Shops (hier schließen sich Shops an ein System mit hohen Maßstäben für Service und Qualität zusammen), bei denen Kunden auf sichere Art und Weise einkaufen können. Zumal diese Shops in der Regel auch unterschiedliche Zahlungsmittel anbieten, die den verschiedenen Kundenansprüchen entgegenkommen.


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