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                  Anschlussfinanzierungen – Nebenkosten berücksichtigen und zeitig planen

                  - 10.07.2010

                  Die Suche nach dem richtigen Immobiliendarlehen ist ohne Frage ein heikles Thema. Auch wenn in den Medien zurecht derzeit immer wieder über die historisch günstigen Konditionen bei Baudarlehen hingewiesen wird, kommen Verbraucher natürlich dennoch nicht umhin, sich ausführlich mit der Darlehensplanung zu befassen. Denn bei falscher Auswahl kann der Kredit für Eigentumswohnung und Eigenheim ganz schon teuer werden. Doch die Erstfinanzierung ist nicht der einzige Bereich, in dem Verbraucher sehr genau planen und hinschauen sollten, um das individuell ideale Angebot auf dem Markt zu finden. Auch bei der so genannten Anschlussfinanzierung sollten Kreditnehmer nicht erst sprichwörtlich kurz vor Tores Schluss daran denken, Angebote einzuholen, Darlehensmodelle möglich eingehend zu prüfen und miteinander zu vergleichen.

                  Gerade dieser Tage raten Experten dazu, sich als Kreditnehmer frühzeitig um die Anschlussfinanzierung zu kümmern, denn in der momentanen Phase ist angesichts guter konjunktureller Entwicklungen parallel auch mit einem Anstieg der durchschnittlichen Kreditzinsen zu rechnen. Ohnehin sprechen Volkswirtschaftler von einer Dauer von maximal sieben Jahren bei Konjunkturphasen. Um sich die derzeit günstigen Bedingungen sichern zu können, haben Verbraucher auch dann die Möglichkeit, wenn die Immobilienfinanzierung eigentlich noch für einige Jahre laufen würde. Denn der Gesetzgeber hat in Deutschland für Kreditnehmer ein gesondertes Kündigungsrecht eingerichtet. So sind Immobiliendarlehen nach zehn Jahren grundsätzlich kündbar. Und von diesem Recht sollten Verbraucher in guten Zinsphasen durchaus auch Gebrauch machen, um gute Gelegenheiten nicht aufgrund von Verzögerungen ungenutzt verstreichen zu lassen.

                  Wechselkosten oft deutlich geringer als die Ersparnis durch neuen Kredit

                  Ein weiterer Hinweis von Kreditspezialisten zielt darauf, dass die Immobilienkredite nicht zwingend bei einer anderen Bank abgeschlossen werden müssen. Der Kredit kann nach zehn Jahren auch gekündigt werden, um einen Anschlusskredit erneut bei der bisherigen Hausbank abzuschließen, um sich bessere Konditionen zu sichern und erneut in Verhandlungen mit der Bank treten zu können. Der Schritt zum Bankwechsel ist für viele Verbraucher ein schwieriger, der oftmals gescheut wird. Unbegründet, wie Experten bestätigen. Denn der Aufwand ist relativ gering, wenn das neue Kreditangebot ausgewählt wurde. Dann muss lediglich die bisher eingetragene Grundschuld ausgetragen werden. An ihre Stelle tritt dann die neue Grundschuld. Und schon ist alles Wesentliche erledigt. Zudem kann eine bestehende Grundschuld auch übertragen werden, was in der Regel zugleich eine deutliche Senkung der üblichen Wechselkosten zur Folge haben wird.

                  Gute Aussichten auf günstige Konditionen haben die Kunden bei der Bank vor allem deshalb, weil die Finanzierungssumme bei einer Anschlussfinanzierung natürlich deutlich geringer ist als bei der Erstfinanzierung. Logischerweise sind die Chancen auf Niedrigzinsen deutlich besser, wenn die Antragsteller nicht mehr Summen von mehr als 200.000 Euro benötigen, sondern vielleicht nur noch rund 100.000 Euro. Ein guter Moment ist der Start der Anschlussfinanzierung auch dahingehend, dass Kreditnehmer die vormals kalkulierten monatlichen Tilgungsraten erneut überdenken können. Eine geringere zinsliche Belastung erlaubt fast immer eine Anhebung der Tilgungen, was wiederum eine Verkürzung der Laufzeiten ermöglichen kann.

                  Vor allem für all jene Verbraucher, die fest von einem baldigen Anstieg des Kreditzinsniveaus überzeugt sind, bietet sich die langfristige Anschlussfinanzierung mit einer erneuten Zinsbindung über Zeiträume von zehn Jahren oder länger an. Selbst bei Zinsbindungen über zwanzig Jahre liegen die durchschnittlichen Konditionen aktuell nur geringfügig über den Zinssatz bei zehnjähriger Zinsbindung.

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