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                  Die falsche Kreditkarte im Ausland kann teuer werden

                  - 08.07.2010

                  Wer als Urlauber in den Sommerferien in eines der anderen Euro-Länder reist, fragt sich möglicherweise, wie man das komplizierte Umtauschen in die jeweilige Landeswährung so viele Jahre ertragen konnte. Zumal in mancher Wechselstube doch nur allzu gerne zu eigenen Gunsten kalkuliert wurde, während die Kunden für Bargeld mitunter ordentlich zur Kasse gebeten wurden.

                  Durch die Einführung der Gemeinschaftswährung ist dieser lästige Umtausch vor rund zehn Jahren entfallen. Daran, dass Verbraucher auf Reisen im Ausland aber dennoch vielfach mit hohen Kosten konfrontiert werden, hat sich jedoch nur sehr bedingt etwas geändert. Insbesondere das Abheben von Bargeld kann in der Ferne trotz Euro und EU in vielen Fällen sehr wohl ganz schön teuer werden, wenn man als Reisender nicht in entsprechender Weise die Augen offen hält und ganz genau hinschaut, welche Gebühren da eigentlich am Automaten einer ausländischen Bank erhoben werden.

                  Auch wenn der Vergleich der Wechselkurse am Urlaubsort entfällt, die unerlässliche Vergleichsarbeit zeigt sich nun schon in der Heimat. Wer als Tourist vermeiden will, für die Abhebung am Geldautomaten im Ausland die höchstmöglichen Gebühren entrichten zu müssen, sollte bei der Auswahl der Kreditkarte vorsichtig sein. So weisen die Verbraucherzentralen passend zur Urlaubszeit darauf hin, dass es natürlich auch in der Euro-Zone inzwischen gesetzlich geregelte Obergrenzen für die Automatengebühren gibt. Diese dürfen dieser Tage nicht höher als die Gebühren ausfallen, die ein Bankkunde in der Heimat für die Nutzung eines fremden Geldautomaten bezahlt. Doch wer die Debatten um die Fremdgebühren in aller Ausführlichkeit verfolgt hat, weiß, dass auch im Inland weiterhin Gebühren in Höhe von bis zu zehn Euro keineswegs unüblich sind.

                  Pauschalgebühren – bei regelmäßigen Abhebungen eine Belastung für die Urlaubskasse

                  Bankkunden, die im Ausland Bargeld abheben, müssen in der Regel mit einer Gebühr in Höhe von einem Prozent der abgehobenen Summe rechnen, in Einzelfällen kann diese Pauschale auch höher ausfallen. Fast alle Anbieter im Ausland erheben jedoch Pauschalen bei geringeren Abhebungsbeträgen – diese Pauschalen liegen ihrerseits schnell bei mehr als fünf Euro pro Automatennutzung. Gerade bei solchen Pauschalen sollten die Karteninhaber vorsichtig sein und stattdessen vielfach lieber Einmalabhebungen mit größeren Summen durchführen.

                  Um sich die mühsame Suche nach dem preiswertesten Automaten im Ausland zu ersparen, nimmt der vorsorgende Kunde lieber schon vor Antritt der Reise einen Vergleich vor. Denn es gibt lobenswerte Ausnahmen im Bereich der Kreditkarten. So finden sich auf dem Markt einzelne Kartenmodelle, bei denen etliche Male pro Jahr in ganz Europa oder gar weltweit kostenlos Geld abgehoben werden kann. Erst wenn dieses Kontingent aufgebraucht ist, werden Gebühren fällig. Und auch diese sind mitunter bei diesen Karten deutlich geringer als bei durchschnittlichen Angeboten. Mit der ec-Karte hingegen sind im Ausland häufig vor allem die Kunden gut versorgt, deren Hausbank auch in anderen Ländern Filialen betreibt. Dort können deutsche Kunden wie Zuhause kostenlos Bargeld erhalten.

                  Verbraucher, die im Ausland gänzlich ohne Bargeld auskommen möchten, werden auf eine Kreditkarte kaum verzichten können. Denn auf diese Weise können nicht nur das Hotel oder der Mietwagen bezahlt werden. Die Kreditkartengesellschaften verfügen auf der ganzen Welt über etliche Millionen Akzeptanzstellen. Fernreisende sollten sich jedoch genau informieren, ob am jeweiligen Ort tatsächlich überall mit der Karte gezahlt werden kann. Bei Individualreisen ans andere Ende der Welt kann es sinnvoll sein, eine günstige andere Kreditkarte zu bestellen, um die Urlaubskosten nochmals zu senken.

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