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                  Verbraucher immer öfter Opfer von Phishing-Attacken

                  - 05.07.2010

                  Sicherheit ist bekanntermaßen ein hohes Gut, dessen wahren Wert mancher erst dann richtig zu schätzen weiß, wenn die eigene Sicherheit in der einen oder anderen Weise durch Dritte bedroht wird. Dass gerade das Internet ein Bereich ist, in dem in vielen Bereichen ein erhebliches Risiko für persönlichen Daten der Verbraucher ist, erkennen viele Internetnutzer ebenfalls erst dann, wenn es oft schon deutlich zu spät ist, um sich noch schützen zu können.

                  Dabei hat der Datenmissbrauch im Web oft durchaus dramatische Folgen für die Betroffenen. Aufgrund dieser im hoch technisierten Alltag steigenden Gefahr für die User warnt dieser Tage auch das BSI – das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik abermals vor einer besonders großen Gefahr, die sich durch die neuen Bezahlformate im Internet erst entwickeln konnte:

                  Phishing, so die Experten der Bundesbehörde, stelle eines der größten Risiken überhaupt für Verbraucher dar, die ohne umfangreiches Hintergrundwissen über die Betrugsmöglichkeiten vielfach nicht die geringste Ahnung haben, dass und woran sie Phishing-Täter entlarven können. Die Täter gehen inzwischen so professionell um, dass es für Laien alles andere als einfach ist, um herauszufinden, wann man von Betrügern auf dem falschen Wort erwischt wird. In den meisten Fällen bemühen sich die Kriminellen darum, Adressaten mit leider häufig sehr seriös wirkenden E-Mails auf gefälschte Webseiten zu locken. Dort werden von den nicht minder echt wirkenden Inhalten Daten zum Online-Banking abgefragt, die von den Tätern zu Missbrauchszwecken genutzt werden.

                  Qualität der Angriffe steigt – Kunden oft nicht kritisch genug

                  Das Problem für die Verbraucher sehen Spezialisten bei der Behörde vor allem darin, dass sich Täter bei ihren Phising-Attacken inzwischen nicht mehr selbst durch schlecht gestaltete und mit Fehlern gespickte Seiteninhalte verraten. Design, Grammatik und Rechtschreibung lassen heute nur noch selten auf einen drohenden Datenmissbrauch schließen, so der mahnende Hinweis der BSI-Mitarbeiter im aktuellen Bericht für das zurückliegende Quartal. Dazu hätten auch die fortschreitenden Technologien geführt, die ein Kopieren 1:1 vom Original ohne großen Aufwand ermöglichen im Einzelfall. Nicht nur in puncto Qualität und der Einfallsreichtum haben die Täter zuletzt gearbeitet. Auch die Zahl der Angriffe auf unbedarfte Unternehmen und Privathaushalte sei in den vergangene Monaten wiederholt deutlich gestiegen. Noch vor etwa einem Jahr seien pro Tag etwa 600 Millionen Spam-Mails mit schädlichen Anhängen versendet worden. Aktuell wird diese Zahl bereits mit einem Gesamtvolumen von rund drei Milliarden Spam-Mails pro Tag beziffert.

                  Eine erhebliche Gefahr für die Verbraucher, die das Ziel von Angriffen sind: Vielfach verbreiten sich Viren und Phishing-Inhalte auch über den USB-Stick, wenn Daten auf diesem Wege von A nach B transportiert werden. Auch Twitter und Co werden von Sicherheitsexperten als für die Sicherheit der User riskant eingestuft. Dies wird damit begründet, dass die Portale aus dem Bereich der so genannten Sozialen Netzwerke vielfach mit verkürzten Links arbeiten und somit für Täter ein ideales Umfeld sind, um unwissende Nutzer in den digitalen Hinterhalt zu locken und mit geklauten Daten Konten abzuräumen oder anderweitig Schäden zu verursachen.

                  Den Verbrauchern wird als Schutz gegen Phishing-Angriffe vor allem dazu geraten, nicht ohne Nachzudenken einfach alles anzuklicken, was im Posteingang seriös wird. Wichtiger Hinweis in diesem Punkt: Banken und auch Versandhäuser versenden keine Mails an Kunden, die über einen internen Link zur Eingabe von geheimen Kontodaten auffordern. Sind sich die Empfänger der Mails nicht sicher, kann ein Anruf beim Absender Klarheit bringen. Weiteren Schutz bringen regelmäßige Sicherheitsupdates und Virus-Programme, die heute viele Datendiebstahl-Versuche schon frühzeitig erkennen und entsprechende Hinweise erteilen.

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