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Banken auch weiterhin einfallsreich bei Zins-Berechnung zu Geldanlagen
- 17.06.2010
Genau genommen sollte man inzwischen von den Banken erwarten, dass sie einen Schritt auf die Kunden zu machen, um die zuletzt zu beobachtenden Vertrauensverluste auszugleichen und mit mehr Transparenz bei den verschiedenen Geldanlagen Verbraucher für sich zu gewinnen. Und in gewisser Weise hat wenigstens letzteres ohne großen Zutun der Banken funktioniert. So habe der BVR, der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken bekannt, dass sich die Sparquote der deutschen auch im Jahr 2009 nur minimal verändert hat. Wie im Jahr 2008 legten die Deutschen gut 11,2 Prozent ihres Einkommens auf die hohe Kante, um für schlechte Zeiten oder das Rentenalter vorzusorgen. Besonders üppig fällt der Anteil an den Spargeldern der Bürger bei den Sparkassen und Banken im Lande aus. Sie betreuen mit einem Gesamt-Sparvolumen von fast 1,80 Billionen Euro auf den verschiedenen Konten und Geldanlage-Modellen etwa 38 Prozent aller Sparsummen.
Ein wenig überraschend ist diese Treue der Anleger und Kunden für Experten. Denn tatsächlich hat sich nur sehr bedingt etwas an der Arbeitsweise der Banken geändert, wenn es um die Präsentation von Geldanlagen und die Rendite-Möglichkeiten der selbigen geht. Obwohl einerseits die Verbraucherministerin und die Verbraucherschützer in Deutschland immer wieder die gängige Praxis, Risiken zu verschweigen und indes Renditechancen in den schillerndsten Formulierungen hervorzuheben, kritisierten und sich auch die Kunden selbst vielfach sehr unzufrieden mit der Produkttransparenz zeigten, halten die Anbieter von Geldanlagen an diesem System fest. Denn vermutlich sind es gerade diese hohen Versprechen, die den Verbraucher erst zum überzeugten Kunden einer Bank machen.
Fehlende Angaben zu Effektivzinsen erschweren Produktvergleiche
Problematisch halten Finanzexperten bei den Geldanlagen auf dem Markt vor allem einen Punkt. Während Banken und andere Anbieter bei Kreditmodellen per Gesetz dazu gezwungen sind, den so genannten Effektivzins – also die tatsächlichen Kosten eines Darlehens pro Jahr – anzugeben, fehlt es auch weiterhin an entsprechenden rechtlichen Vorgaben für Geldanlagen. Und so werben die Unternehmen mit Extrazinsen, Bonuszahlungen und anderen vielversprechenden Botschaften, deren Hintergrund vielen Anlegern in spe nicht einmal ansatzweise klar ist. Worauf sich die Bonuszahlungen beziehen – so mancher Kunde hat keinen blassen Schimmer, in welcher Weise die vermeintlichen Boni eigentlich berechnet werden.
Geworben wird im Grunde stets mit der maximal möglichen Rendite, auch wenn diese Zinssätze für die Mehrheit der Anleger gar nicht erzielbar sind, etwa weil die Mindesteinlagen gar nicht verfügbar sind. Bei anderen Produkten legen die Anbieter Zinsen mit Abstufungen zugrunde bei der Rendite-Kalkulation. In den Produktbeschreibungen werden freilich fast immer die maximalen Renditen angegeben, obwohl die Kunden am Ende der gesamten Laufzeit lediglich vom Durchschnitt aller Jahreszinssätze profitieren können.
Bei den Bonuszinssätzen sollten Verbraucher ebenfalls genau hinschauen. Denn fast immer werden diese nur dann gewährt, wenn Produkte über einen überdurchschnittlich langen zeitlichen Rahmen abgeschlossen werden. In den ersten Jahren fallen die Verzinsungen mitunter eher gering aus. Wird der Bonuszins auf Minimalzinssätze angerechnet, ist auch das Zinsplus am Ende mitunter enttäuschend. Gleiches gilt für die Willkommensboni, die bei Eröffnung eines Kontos versprochen werden. Viele dieser Extras werden nur bei Erfüllung bestimmter Anforderungen tatsächlich überwiesen.
Was können Verbraucher tun? Sie sollten sich von den Versprechen der Anbieter von Geldanlagen generell nicht frühzeitig überzeugen lassen. Vergleichsportale helfen herauszufinden, wie hoch der effektive Zins einer Geldanlage pro Jahr liegt. So können verschiedene Produkte miteinander verglichen werden, damit der Kunde nicht länger auf Mogelpackungen hereinfällt.
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2011-05-24, 12:54
Bankkunde
Warum sagt keiner den Leuten, dass sie ihre Kontoauszüge nachrechnen müssen, wenn sie wissen wollen, was der eigentliche Kontostand ist.
Die Banken verhalten sich schlimmer, als die Mafia, denn anders als organisierten Betrug am Kunden kann man es nicht mehr bezeichnen. So gut wie jeder ist betroffen. Auf dem einen Konto sind es vielleicht nur ein paar hunder Euro auf anderen sind es 6-7-stellige Summen. Das sind doch keine Peanuts. Das muss doch jemanden interessieren!