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                  Festgeld - auch aktuell ein lukratives Format für Sparer

                  - 08.06.2010

                  Das Wehklagen der Verbraucher wird derzeit immer lauter. Für all jene Sparer, die aktuell interessante Anlagemodelle suchen, steht vielfach ohne Widerspruch fest: Hochzinssätze sind nicht mehr erhältlich, seit die mehrfachen Senkungen der europäischen Leitzinssätze zu einem stetigen Verfall der vormals ausgesprochen hohen Renditen führten. So berechtigt der Unmut der Anleger im Prinzip auch sein mag, weil die Zinssätze bei vielen Geldanlagen nun einmal nachweislich massiv gesunken sind.

                  Vergessen wird in diesem Zusammenhang nur allzu gerne, dass die Verbraucher mit Investitionsinteresse sehr wohl selbst einen nicht unerheblichen Beitrag leisten können, damit sie beim Sparen langfristig erkleckliche Gewinne erzielen können. Denn noch immer gibt es etliche Produkte auf dem Markt, bei denen die Zinsen weit über dem derzeitigen Durchschnitt liegen. Dabei handelt es sich um Angebote aus dem Bereich der Festgeldkonten. Im Vergleich zum Vorjahr bestätigt sich die Kritik an den Zinssenkungen. Doch lassen die Kritiker der Festgeld-Veränderungen in erster Linie einen wesentlichen Aspekt beim Zinsvergleich außer Acht. Gesunken ist nicht nur der Zinssatz, auch die Inflationsrate hat in den vergangenen Monaten erheblich nachgegeben, so dass die tatsächlich erzielte Rendite bei etlichen Festgeldkonten keineswegs wesentlich hinter den Vorjahresergebnissen zurückbleiben. Die Schwarzmalerei vieler Analysten bezüglich einer drohenden Inflation hat sich bisher nicht als berechtigt erwiesen.

                  Inflationsrate beeinflusst Sparmöglichkeiten erheblich

                  Ebenfalls begreift mancher Anleger nicht, dass Klagen über sinkende Festgeld-Zinssätze nicht zu einnahmen führt. Schlauer waren in diesem Zusammenhang die Sparer, die sich zeitig für die Eröffnung eines Festgeldkontos entschieden haben, um von der langfristigen Zinsbindung profitieren zu können. Wer etwa Ende 2008 oder Anfang 2009 mit Laufzeiten von zwei Jahren oder mehr eingestiegen ist, darf sich heute über hohe Renditen freuen, während unentschlossene Anleger nicht viel mehr machen können, als sich mit den neuen Gegebenheiten des Marktes abzufinden. Brachten Sparbriefe und Festgeldkonten vor zwei Jahren durchschnittlich noch deutlich mehr als vier Prozent pro Sparjahr ein, sind es aktuell nur noch 2,28 Prozent per anno.

                  Doch noch immer gibt es eine Handvoll Ausnahmen, bei denen die Verbraucher auch weiterhin Renditen in Höhe von etwa vier Prozent erzielen können. Allerdings ist dies mitunter nur unter zwei Bedingungen der Fall. Einerseits müssen die Sparer vielfach extrem lange Bindungen an die Bank eingehen. In der Regel sind für Zinssätze von rund vier Prozent Laufzeiten von bis zu zehn Jahren obligatorisch und auch die Mindesteinlagen liegen häufig bei 10.000 Euro oder mehr. Ob man derartige Laufzeiten nutzen möchten, muss jeder Verbraucher für sich entscheiden, denn kaum jemand traut sich vorherzusagen, in welche Richtung sich die Zinssätze in den kommenden Jahren bei Festgeld, Tagesgeld und Co. entwickeln werden.

                  Auf der anderen Seite finden sich Angebote mit Top-Zinsen vorrangig bei Anbietern aus de m (europäischen) Ausland. In diesem Kontext spielt die garantierte Einlagensicherung die wesentlichste Rolle. Denn nicht überall begegnen den Anlegern Sicherungsvorkehrungen, die mit deutschen Konditionen vergleichbar sind. Bei höheren Einlagensummen sollten Anleger also genau prüfen, bis zu welcher Obergrenze ihre Festgelder in voller Höhe geschützt sind. Zukünftig soll die geplante neue Richtlinie der EU-Kommission in diesem Punkt durch eine wahrscheinliche einheitliche Einlagensicherung mit einer Grenze von 100.000 Euro zu einer Vereinfachung führen. Bis es so weit ist, müssen die Anleger aber selbst den Blick auf diese Konditionen richten, wenn sie nicht nur im Inland investieren möchten.

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