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                  Fragebogen zu Ratenkrediten mit Restschuldversicherungen soll Ungerechtigkeiten beheben

                  - 19.05.2010

                  Banken vertreiben im Kontext mit Ratenkrediten häufig überteuerte Restschuldversicherungen. Dies führt zu enormen Kreditbelastungen. Die Verbraucherzentralen und ihr Bundesverband (vzbv) haben einen Fragebogen erstellt, der von betroffenen Kreditnehmern auszufüllen ist. Die dokumentierten Fälle sollen die Politik zur Handlung veranlassen.

                  Finanzinstitute vermarkten Restschuldversicherungen häufig als notwendigen Zusatz zu Ratenkrediten. Das sind sie aber nicht. Es besteht keinerlei Verpflichtung, sie mit abzuschließen. Außerdem sind sie überflüssig: Ausfallrisiken im Todesfall, bei Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit können viel umfassender abgesichert werden; z. B. über eine Risikolebensversicherung, eine Kapitallebensversicherung oder einen preiswerten Berufsschutz.

                  Verbraucher können meist nicht nachweisen, dass ihnen die Versicherungen als dazugehörig zu den Darlehen angepriesen wurden: Die Wenigsten hatten beim Vertragsabschluss Zeugen dabei. Banken streiten diese Vermarktungsstrategie ab: Ihnen zufolge haben die Kunden immer von selbst nach den kostspieligen Versicherungen verlangt.

                  Die Restschuldversicherungen erhöhen die Gesamtkosten der Darlehen jedoch gewaltig. Laut der Verbraucherzentrale Bremen, kommt es oft zu „einer Verdopplung oder gar Verdreifachung der Kreditkosten“. Im effektiven Jahreszinssatz werden die Versicherungskosten nicht mit angegeben, „denn Zinsangaben von 25 bis 30 Prozent pro Jahr würden jeden Verbraucher abschrecken.“, so die Verbraucherzentrale Bremen. Im Endeffekt sind sie aber im Effektivzins enthalten; zumindest sobald beide Verträge als zusammengehörig veräußert werden und sich aufeinander beziehen.

                  Zweck des Fragebogens

                  Die Verbraucherzentralen wollen mit Hilfe des Fragebogens die Vorgehensweisen der Banken aufdecken und belegen. Die gesammelten Fälle werden im Anschluss der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vorgelegt. Dadurch soll auf die Dringlichkeit der Angelegenheit verwiesen werden. Das Ziel ist, die willkürliche Praxis der Banken zu unterbinden. Weiterhin erhoffen sich die Verbraucherzentralen, durch zahlreiche ähnliche Fälle die Position Geschädigter vor Gericht zu stärken. Je mehr betroffene Darlehensnehmer sich beteiligen, desto effektiver wird die Fragebogenaktion.

                  Nachdem die Bankkunden den Fragebogen wahrheitsgemäß ausgefüllt und unterzeichnet haben, können sie ihn bei ihrer regionalen Verbraucherzentrale abgeben oder an die Verbraucherzentrale Bremen schicken, "Projekt Restschuldversicherung", Altenweg 4, 28195 Bremen.

                  www.verbraucherzentrale-bremen.de/download/geld/fragebogen.pdf

                   

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