- Blogrolle
- Ansahl Versicherungsblog
- Manfreds PKV-Makeleien
- Versicherungen News
- Kredit Engel-News
- Portal Optimal absichern
Erhalten Sie kostenlos wertvolle Verbrauchertipps, Zinsübersichten sowie aktuelle, wichtige und interessante Finanzinformationen.

Blog
Geldanlagen: Frauen mögen es sicher, Männer sind gern risikofreudig
- 22.04.2010
Dass die Herren und Damen der Schöpfung in vielen Bereichen des Lebens deutliche Unterschiede aufweisen, ist den meisten Menschen aus der eigenen Erfahrung wohl hinlänglich bekannt. Nun stellen aktuelle Studienergebnisse zudem unter Beweis, dass sich Männer und Frauen nicht nur beim normalen Shopping-Ausflug, sondern auch beim Erwerb von Aktien und Investitionen in Geldanlagen und Vermögenswerte deutlich unterscheiden.
Interessanterweise zeigen die Auswertungen, dass nicht jedes stereotype Klischee der Geschlechter zwangsweise überholt sein muss. Denn es hat sich gezeigt, dass zumindest bei der Auswahl von Geldanlagen bedingt Verlass auf die üblichen Vorurteile ist. Während Frauen eher Wert auf durchdachtes und sinnvolles Investitionsverhalten setzen, spielen das Bauchgefühl und ein hohes Maß an Risikobereitschaft für Männer eine nicht unbedeutende Rolle bei der Produktauswahl.
Eine Verwechslung zwischen der an Tag gelegten Sorgfalt bei der Planung von Investitionen und daraus resultierender Rendite sollte jedoch vermieden werden. Nicht grundsätzlich ist kalkuliertes Investieren eine Garantie auf das Erzielen von Gewinnen oder das Vermeiden von Verlusten. Experten jedenfalls bestätigen, dass weibliche Anleger häufig deutlich größeren Bedarf an Hintergrundinformationen haben als männliche Investoren. Dies ist denn möglicherweise auch der Grund dafür, dass Frauen vorsichtiger sind als Männer. Wer das Risiko genau kennt, setzt Renditechancen vermutlich eher in Relation zum vorhandenen Verlustrisiko.
Unterschiedliches Investitionsverhalten keine rein kulturelle Frage
Um ein deutsches oder europäisches Phänomen handelt es sich übrigens nicht. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung GfK hat das Wall Street Journal Europe international auf die Probe gestellt, wie sich das Verhalten männlicher und weiblicher Anleger unterscheidet. In 17 Ländern wurden insgesamt rund 14.000 Personen befragt. Und auch der renommierten DAB haben die Experten durchleuchtet, welche Differenzen bei den rund 500.000 Depots der Privatkunden ersichtlich sind für das zurückliegende Krisenjahr 2008. Die Ergebnisse ähneln sich sehr.
Verglichen mit den männlichen Depot-Kunden fielen die Verluste der Damen mit einem durchschnittlichen Wert von nur 12 Prozent deutlich geringer aus. Bei den Herren lag das Minus bei etwa 30 Prozent. Gleiches gilt zudem für das Jahr 2007. Damals waren es jedoch noch Gewinne, die verglichen werden konnten: Männer erzielten mit ihren ausgewählten Produkten durchschnittlich 14 Prozent Wert-Zuwachs, die Depots der Damen brachten es auf 18 Prozent.
Was besagen die Studien nun aber genau? Im Grunde bestätigen sie das, was selbst viele Laien ohne große Erfahrung vielfach mutmaßen würden. Männer lassen sich auf dem Börsenparkett gerne mal zu gewagteren Ausflügen hinreißen, auch wenn oder gerade weil sie vielleicht im Einzelnen kaum die genauen Rahmenbedingungen und das Umfeld der Investments kennen. Frau indes will Einzelheiten kennen, bevor sie tätig wird. Darüber hinaus lassen sich die Damen weniger bereitwillig auf dem Markt treiben. Sie streben eher gezielte Investitionen an, ohne sich auf Spielereien einzulassen, die mit Verlusten einhergehen könnten.
Eine grundsätzliche Gültigkeit erlauben die Studienergebnisse aber eher nicht. Die Frage nach der Rentabilität des Verhaltens muss eher im Kontext gesehen werden. Ist die Lage auf dem Markt eher turbulent, profitieren die Frauen von ihrer Vorliebe für transparente und sichere Anlagemodelle. So waren sowohl die Gewinne im Referenzzeitraum im Schnitt deutlicher höher als auch die Verluste umso geringer als bei den männlichen Anlegern. Die große Risikobereitschaft der Herren bringt ihnen aber im Rahmen stabiler Marktbedingungen auch die Aussicht auf großen Erfolg beim Investieren. Und ebenso massive Verluste, wenn der Markt zusammenbricht, wie uns die Krise in den vergangenen Jahren gelehrt hat.
Manchmal empfiehlt es sich eben, auch als Mann die weibliche Seite auszuleben. Und wenn es nur bei der Wahl der Geldanlagen ist. Eine ideale Vorgehensweise gibt es aber auch weiterhin nicht.
Fragen zu Geldanlagen: Frauen mögen es sicher, Männer sind gern risikofreudig
Änderung ab 2011 - Spekulationsgewinne -und Verluste - Kurz notiert
Gesundheitsausgaben werden immer mehr von Arbeitnehmern getragen
Wie sicher ist Tagesgeld?
Keine Kostenerstattung für Frauen über 40 bei künstlicher Befruchtung
Autoversicherung für Frauen
OECD: Niedrigere Abgabenhöhe in Deutschland auf hohem Niveau - Kurz notiert
Bei allgemeinen Fragen benutzen Sie bitte untenstehendes Formular. Ihre Frage wird hier veröffentlicht und unsere Redaktion wird diese nach Möglichkeit beantworten.
Beachten Sie: Rechtsberatung und Beantwortung von Vertragsfragen sind von dem Service ausgeschlossen.