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Nachhaltigkeit bei Fonds vor einem weiteren Rekord-Zuwachs?
- 22.03.2010
Schon vor dem Ausbruch der Finanzkrise zeichnete sich eine bestimmte Entwicklung auf dem Markt für Geldanlagen ab: Die Verbraucher und Investoren entdecken bereits seit einigen Jahren in stetig wachsendem Umfang die so genannten nachhaltigen Themen für sich. Dies bedeutet nichts anderes, als dass Anleger verstärkt auch erkennen, dass Umweltschutz, Ethik und Klimawandel mit einer hohen Rentabilität beim Investieren in Einklang gebracht werden können.
Die Zahlen und Fakten der vergangenen beiden Jahre können somit im Grunde einerseits als Bestätigung einer ohnehin erkennbaren Verschiebung bei den Investitionsinteressen gedeutet werden, andererseits haben sich diese neuen Anlageparameter scheinbar deutlich zügiger bei den Anlegern durchsetzen können, nachdem diese erkannt haben, dass viele zuletzt gefragte Geldanlagen wahlweise an Reiz verloren haben oder zu riskant waren. Nach Aussage von Branchenkennern wird sich dieser Trend hin zu den nachhaltigen Geldanlagen in den kommenden Monaten noch deutlicher herauskristallisieren. Derzeit bringen es diese Anlageformate auf einen Marktanteil von etwa 17 Prozent am Gesamtvolumen, Prognosen gehen davon aus, dass in besonderer Weise die so genannten Nachhaltigkeitsfonds ihren Anteil möglicherweise mehr als verdoppeln und schon zum Jahresende bis zu 35 Prozent des Anlagemarktes ausmachen können.
Zahl der Fonds-Produkte 2009 wiederholt deutlich gestiegen
Wer schon vor der Trendwende rechtzeitig eingestiegen ist, darf sich dieser Tage über deutliche Renditeverbesserungen freuen und in Zukunft vielleicht sogar noch höhere Gewinnmargen mitnehmen. Schon 2008 brachten es die Publikumsfonds auf ein Gesamtvolumen von 21 Milliarden Euro im gesamten deutschsprachigen Raum. Das Jahr 2009 brachte hier ein erstaunliches Wachstum, so dass das Gesamtvolumen des verwalteten Kapitals in den Fonds auf etwa 35 Prozent wuchs. Auch die Auswahl bei den Produkten ist für die potentiellen Anleger deutlich gestiegen. Waren es vor zwei Jahren noch etwas mehr als 270 verschiedene nachhaltige Fonds, in die investiert werden konnte, buhlen inzwischen summa summarum 313 verschiedene Fonds um die Gunst bzw. das Geld der Anleger. Einzelne Fonds legten im vergangenen Jahr sagenhafte 125 Prozent zu, nur in Ausnahmefällen realisierten die Fondseigentümer Verluste. Durchschnittlich bringt es die Branche auf einen Gewinn von etwa 22 Prozent im Vorjahresvergleich.
Vorteile bringt die steigende Nachfrage auch in anderer Hinsicht für die Anleger. Denn das größere Interesse hat auch Finanzmagazine und Experten auf den Plan gerufen, die ihren Lesern oder Kunden inzwischen verschiedene Gütesiegel an die Hand geben, um die Produktvielfalt für den geneigten Kunden transparenter zu gestalten. So ist sichergestellt, dass die Fonds tatsächlich nicht in für viele Anleger ethisch nicht vertretbaren Bereichen wie der Atomenergie oder bei Rüstungsunternehmen investieren.
Den Hinweis auf die Verluste einiger nachhaltiger Fondsprodukte sollten sich private und gewerbliche Investoren auch vor dem Einstieg bei Nachhaltigkeitsfonds klarmachen. Denn selbst in den boomenden Nischen des Kapitalmarktes besteht das Risiko, auf das falsche Pferd zu setzen und am Ende ein Minusgeschäft getätigt zu haben. Ökologische und moralische Fonds mögen im Trend liegen, eine Garantie auf Höchstrendite erhalten die Anleger aber natürlich dennoch nicht – zumindest nicht langfristig
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