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Griechenland, das Land der Korruption?
- 04.03.2010
Ein Land, das vor dem Bankrott steht, das seine eigenen Finanzen und die seiner Bürger begrenzen und den Gürtel enger schnallen muss, das ist Griechenland in diesen Tagen. Die Aussage von Kanzlerin Merkel, Europa würde hinter Griechenland stehen, ist die eine Seite. Die andere Seite ist die der Transparency International, TI, die Organisation, die in Sachen Korruption und Bestechung immer ganz genau hinsieht.
Die TI hat für das vergangene Jahr festgestellt: Auch 2009 wurde in Griechenland geschmiert, was das Zeug hält. Durchschnittlich ließ jeder griechische Bürger im vergangenen Jahr 1355 Euro als Bestechungsgeld irgendwo liegen. Ob auf der Führerscheinbehörde oder beim Arzt, für den Erhalt einer Baugenehmigung oder bei der Hilfe zum Steuerbetrug, die Griechen leben die Bestechung satt.
Bestechungsgelder im privaten Bereich drastisch gestiegen
Im Jahr 2008 hatte das Korruptionsgeld eine durchschnittliche Höhe von 1374 Euro, ist also, wie Transparency International nun aufgezeigt hat, nicht wesentlich gesunken.
Vor allem für Anwälte, Banken oder Ärzte geben die Bürger Griechenlands besonders gerne Bestechungsgelder aus. Hier lag laut TI der jährliche Durchschnittsbetrag bei 1671 Euro. Noch im Jahr zuvor waren es „nur“ 1575 Euro je Bürger gewesen. Das bedeutet aber auch: Die Korruption in Griechenland nimmt nicht ab, sondern gerade im privaten Bereich noch zu. Ein Land mitten in Europa, das sich der Korruption hingibt?
Was in Deutschland in diesem Maße sicher gar nicht möglich wäre, ist in Griechenland Alltag. Das passt auch vom Bild her zu den Statistikfälschungen, mit denen sich das Land die Aufnahme in die Euro-Zone erschlichen hatte.
Wer einmal lügt, lügt immer? Nein, aber wer nicht damit aufhört, wird immer weiter lügen!
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