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                  Deutsche entdecken verstärkt Wohneigentum als Absicherung

                  - 03.03.2010

                  Wohnen, aber richtig. So sehen es viele Verbraucher in Deutschland. Mit „richtig“ ist in diesem Zusammenhang gemeint, dass Wohneigentum bei den deutschen Familien zunehmend wieder beliebter wird, nachdem Maßnahmen wie Bausparen und die Baufinanzierung zeitweise zugunsten von Mietverhältnissen von vielen als eher spießige Vorsorge abgetan wurde. Doch mittlerweile sind es gerade die jüngeren Familien mit Nachwuchs, die immer öfter die derzeit guten Möglichkeiten für die Finanzierung und den Erwerb eines Hauses oder einer Eigentumswohnung erkennen und die geringen Zinssätze auf dem Kreditsektor für sich nutzen. Nicht zuletzt sind es auch die Angebote von staatlicher Seite, die ihren Zweck als Förderung durchaus erfüllen können und auch Paare ohne Kinder zu Wohneigentümer werden lässt.

                  Familien wollen eigenverantwortlich wohnen

                  Eine Umfrage der Experten der bekannten Prognos AG bestätigt einmal mehr: Wohnen zur Miete ist out, Eigentum ist in. In Kooperation mit dem Allensbach Institut für Demoskopie hat Prognos kürzlich knapp 1800 Bürger und Bürgerinnen befragt, wie sie sich ihre wohnliche Zukunft für die kommenden Jahre vorstellen. Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage ist, dass hochgerechnet gut 1,5 Millionen Menschen, die momentan noch zur Miete wohnen, innerhalb von maximal drei Jahren selbst ein Haus bauen oder alternativ anderweitig Eigentum erwerben möchten. Sage und schreibe 78 Prozent derjenigen, die einen Eigentumswunsch in der Umfrage äußerten, sind Familien und Paare in der Altersklasse der Verbraucher bis 45 Jahren.

                  Forderungen nach Wiedereinführung der Eigenheimzulage

                  Im Auftrag des BFW - des Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen – hat die Umfrage unter den deutschen Verbrauchern aber noch etwas ganz anderes ans Tageslicht gebracht. Denn für 40 Prozent der Befragten mit der Vorstellung einer eigenen Immobilie steht fest, dass dieser Traum nur mit Hilfe staatlicher Förderprogramme realisierbar ist. 38 Prozent wiederum äußerten dementsprechend den Wunsch oder die Hoffnung, der Gesetzgeber möge in diesem Zusammenhang neue Ansätze zur finanziellen Unterstützung der Verbraucher ausarbeiten. Vor allem sprechen sich die Umfrageteilnehmer dafür aus, dass die Fördermittel mit weniger Bürokratie verbunden und so transparent und verständlich wie möglich sein sollten.

                  Für manchen Insider vielleicht wenig überraschend ist die Tatsache, dass sich viele der Befragten dafür aussprachen, dass in Deutschland die erst vor wenigen Jahren abgeschaffte (und schrittweise auslaufende) Eigenheimzulage in ihrer früheren oder einer modifizierten Form wieder eingeführt wird. 60 Prozent der Teilnehmer der Erhebung halten immerhin noch ein steuerliches Entgegenkommen für einen ebenfalls denkbaren Weg, um Hausherren und Wohnungsbesitzer in spe stärker zu entlasten. Mit dem Modell Wohn-Riester zeigen sich viele Befragte nicht gerade zufrieden. Oft genannt als Argument gegen den Rieser-Ansatz ist die hohe Komplexität des Systems, das viele Bürger schlicht nicht im vollen Umfang verstehen können. Dass der Gesetzgeber in der jetzigen Phase erneut Reformen der Fördermodelle vornimmt oder sich sogar auf frühere Regelungen beruft, ist jedoch kaum vorstellbar.


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