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Die Deutsche Bank und der „Trend zur Erholung der Wirtschaft“
- 04.02.2010
Heute gab der Branchenführer des deutschen Bankenparketts, die Deutsche Bank, die Zahlen für das vergangene Jahr bekannt. Und überraschte selbst Analysten mit einem Gewinn, mit dem wohl niemand in dieser Höhe gerechnet hätte, zumindest keine Experten.
Trotz der Wende von einem milliardenschweren Verlust in 2008 hin zu einem Gewinn in Milliardenhöhe zeigen sich die Aktionäre der Deutschen Bank alles andere als zufrieden. Die Aktie der größten Bank Deutschlands liegt mit mehr als einem Prozent im Minus im Vergleich zum gestrigen Börsenschluss.
Der Optimismus des Josef Ackermann und höhere Bonuszahlungen
Josef Ackermann, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, gab sich jedoch positiv gestimmt: „Wir erkennen einen klaren Trend zur Erholung der Wirtschaft und zur Stabilisierung der Finanzmärkte, auch wenn die Bewältigung der jüngsten Krise noch andauert.“
Dank der guten Zahlen sollen die Boni für Investmentbanker wieder steigen. "Die variable Vergütung stieg infolge des verbesserten operativen Ergebnisses", ließ die Deutsche Bank dazu verlauten.
Der Branchenprimus kam unbeschadeter als andere Banken durch die Finanzmarktkrise. Dennoch musste Anfang des vergangenen Jahres eine sehr schlechte Nachricht verkündet werden: „Von diesen außergewöhnlichen Bedingungen wurde die Finanzbranche schwer beeinträchtigt – und die Deutsche Bank war leider keine Ausnahme. Obgleich es uns gelungen war, in der ersten Phase der Krise profitabel zu bleiben, mussten wir für das vierte Quartal 2008 einen Verlust nach Steuern von 4,8 Mrd € und von 3,9 Mrd € für das Gesamtjahr hinnehmen.“
Durch zahlreiche interne Veränderungen, einer Minimierung des Risikos und einer Verkleinerung der Bilanzsumme konnte die Deutsche Bank im vergangenen Jahr das Ruder jedoch wieder in die Richtung drehen, in die es gehen soll: In die Gewinnzone.
Die Geschäftszahlen laut Bekanntgabe der Deutschen Bank:
• Gewinn vor Steuern von 5,2 Mrd Euro
• Tier-1 Kapitalquote von 12,6%
• Tier-1 Kernkapitalquote von 8,7%
• Verhältnis Bilanzsumme zu Eigenkapital (Leverage) nach Zielgrößendefinition auf 23 reduziert
• Dividendenvorschlag 0,75 Euro je Aktie
• Gewinn vor Steuern im 4. Quartal bei 756 Mio Euro; Gewinn nach Steuern bei 1,3 Mrd Euro, nach Bonussteuer für Banken in Großbritannien von 225 Mio Euro
Die Deutsche Bank hat also den Weg von der Verlustzone hin zu einem Gewinn geschafft, der bemerkenswert hoch ist. Das Ruder wurde komplett gedreht, auch durch einen Josef Ackermann, der immer noch als (Banken-) Lichtgestalt im Vordergrund des deutschen Finanzparketts steht.
Die Zahlen der anderen Banken werden in den nächsten Wochen kommen. Ob es da so gut aussehen wird wie bei der Deutschen Bank, erscheint eher fraglich. Vielleicht wird aber endlich die Bereitschaft wachsen, mehr Kredite an Unternehmen zu vergeben, um dadurch die Kreditklemme endlich zu bremsen und der Wirtschaft noch mehr Schub zu geben, damit der Trend wirklich geschafft wird.
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