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                  Abkassiert: Banken nutzen Änderungspflicht der AGB für kräftigen Gebührenaufschlag

                  - 29.01.2010

                  Kaum jemand wird sich die Mühe gemacht haben, den Wust von Papier zu lesen, der uns Bankkunden im Herbst des vergangenen Jahres zugesandt wurde. Doch ein Blick in die nicht nur aus rechtlichen Gründen geänderten AGB's hatte vor so manch bösem Erwachen bewahrt. Denn: So einige Banken kassieren nun kräftig mit höheren Gebühren ab.

                  Wie das „Handelsblatt“ und viele andere Zeitungen heute einhellig berichten, hat die Finanzberatung FMH die Gebührenstruktur von 200 Geldinstituten untersucht und kam zu einem bitteren Ergebnis – zumindest für die Bankkunden.

                  So stiegen die Kosten für das Geldabheben an „fremden“ Automaten auf durchschnittlich 5,64 Euro je Vorgang an. Damit kam es zu einem Gebührenanstieg von nahezu 13 Prozent binnen sechs Monaten. Teilweise verlangen Geldinstitute inzwischen zehn Euro je Abhebung von Institutsfremden Kunden und sorgen damit für Kritik aus allen Richtungen. Die Verbraucherzentrale Bundesverband will gar prüfen, ob es sich dabei um eine „sitten- und wettbewerbswidrige Preispolitik handelt“, gegen die man möglicherweise rechtlich vorgehen wolle, wie das „Handelsblatt“ den Experten für Banken beim vzbv zitiert.

                  Volksnähe kontra Gebührenerhöhung

                  Interessant an der ganzen Sache mit den Gebührenerhöhungen ist vor allem eines: Vor allem Genossenschaftsbanken und Sparkassen langen kräftig zu beim Abkassieren. Gerade also jene Geldinstitute, die sich so gerne volksnah geben, sind in diesem Fall alles andere als kundenfreundlich. Denn es geht ja nicht um ihre eigenen Kunden.

                  Wir raten deshalb, beim Wechsel des Girokontos genau hinzusehen, was an Gebühren alles anfallen könnte. Und vor allem auch nachzufragen, wenn die anfallenden Gebühren nicht transparent genug sind.

                  Dennoch heißt es nicht, dass nun jeder Kunde bei einer Sparkasse werden muss oder bei einer Genossenschaftsbank, um ja Gebühren für die Auszahlung an den Automaten zu sparen. Wer bei Einkäufen die EC-Karte oder eine Kreditkarte einsetzt, benötigt keine Auszahlung am Geldautomaten. Und: Es gibt inzwischen viele gute Angebote für kostenlose Girokonten, bei denen sich auch ein zweiter Blick auf das Angebot lohnt.

                  Und ein Wechsel zu einem kostenlosen Girokonto rechnet sich oft gerade dann, wenn kein monatlicher Mindesteingang erwartet wird und ein Konto wirklich gebührenfrei geführt werden kann.


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