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Anlageverhalten der Bürger ändert sich
- 11.12.2009
Der Vertrauensverlust, den die Banken in Folge der Finanzmarktkrise beklagen müssen, wiegt schwer. Auch wenn die Geldinstitute es nicht so gerne zugeben mögen, viele Kunden wechseln inzwischen lieber zu Versicherungen, wenn es um eine Geldanlage geht.
Das Land der Sparer, was Deutschland immer noch ist (mit einer in diesem Jahr erneut um 0,2 Prozent gestiegenen Sparquote), verliert an Vertrauen gegenüber den Banken. Während der Trend seit Jahren zu verschiedenen Anlagemöglichkeiten wie Festgeld, Tagesgeld, Aktien und anderen Wertpapieren ging, verzeichnet die Versicherungsbranche inzwischen vor allem beim Einmalbeitragsgeschäft im Bereich Lebensversicherung einen Anstieg. Dies berichtet heute zumindest die „Financial Times Deutschland“ und beruft sich dabei auf eine Aussage des Bundesverbandes mittelständischer Versicherungs- und Finanzmakler, BMVF. "Aufgrund des Vertrauensverlustes der Kunden gegenüber den Banken steigt das Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung", heißt es von dort. Und man mag es glauben, da viele nun auf eine Zukunft setzen die klarer ist als die Geldanlagen bei Banken, die für viele immer undurchsichtiger geworden sind.
Kein blindes Vertrauen und Verträge zur Lebensversicherung gründlich lesen
Dennoch sollte einer Geldanlage, nur weil sie bei einer renommierten Versicherung getätigt wird, nicht blind vertraut werden. Zu sehr hat der blinde Glauben dessen, was einem erzählt wird, zu eben jenen Anlageformen geführt, durch die es dann zu hohen Verlusten bei den Sparern kam. Viele gute und auch sichere Geldanlagen wie das Tagesgeld und das Festgeld sollten immer noch gewählt werden, selbst wenn ein Teil des Ersparten in eine Lebensversicherung fließt. Denn wichtig ist bei der Geldanlage vor allem eines: Niemals das ganze Geld auf eine einzige Geldanlage setzen. Sonst ist bei einem Verlust das ganze Ersparte dahin und man schaut wirklich nur noch in die Röhre und in einen leeren Geldbeutel.
Anlagen sollten deshalb immer auf verschiedene Formen der Geldanlage aufgeteilt werden. Eine Lebensversicherung kann hier eine gute Möglichkeit sein, wenn sie auch eine gute garantierte Verzinsung hat, in den Kosten (Bearbeitungsgebühren, Verwaltungsgebühren, Provision, etc.) nicht zu hoch angesetzt ist und zugleich nicht nur durch hohe Überschusszinsen lockt, die sowieso oft nicht erreicht werden in der Realität. Deshalb ist ein gutes und gründliches Lesen eines Versicherungsvertrags VOR Abschluss der Lebensversicherung unerlässlich – und sollte nicht aus blindem Vertrauen gegenüber dem Versicherer unterlassen werden.
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