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                  Finanzielles Sicherheitsbedürfnis in der Euro-Zone steigt an

                  - 10.12.2009

                  Auch wenn der Konsum nicht überall in der Währungszone des Euro merklich nachgelassen hat, so vermeldet die Europäische Zentralbank heute doch einen Anstieg der Sparquote. Dieser Anstieg, der so hoch ist wie noch nie seit Einführung des Euro, zeigt, dass die Menschen ein verstärktes finanzielles Sicherheitsbedürfnis haben.

                  Daran scheinen auch Verluste durch Geldanlagen nichts geändert haben – der Trend zum Sparen ist nicht ungebrochen, wie wir es aus Deutschland ja sonst auch kennen, er ist sogar noch gestiegen. So stieg die Sparquote in der Euro-Zone auf einen Wert von 15,4 Prozent, was eine Zunahme von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert bedeutet. Dies gab heute die EZB in ihrem Monatsbericht für den Dezember 2009 bekannt.

                  Den Anstieg der Sparquote vermutet die Europäische Zentralbank vor allem in der zweiten Hälfte dieses Jahres. Was übrigens wohl nicht nur an den Verbrauchern selbst liegen könnte, sondern auch an den Banken. Zumindest im Bezug auf ihre Kreditvergabe sind diese sehr zurückhaltend geworden, in dem sie unter anderem die Sicherheiten höher geschraubt oder die Kreditbedingungen verschärft haben. "Dies könnte Verbraucher dazu veranlasst haben, verstärkt zu sparen und ihre Verschuldung zu verringern", meinte dazu die EZB heute.

                  In Deutschland blieb die Sparquote im Jahr 2009 nahezu am Vorjahreswert von 9,5 Prozent mit einer Steigerung von nur 0,2 Prozent auf nunmehr 9,7 Prozent. Die Iren und Spanier hingegen, bei denen die Wirtschaftskrise tiefere Löcher als in unserem Land hinterlassen hat, zeigten einen überproportional hohen Anstieg der Sparquote in diesem Jahr.

                  Es zeigt sich also, dass Sparen immer auch etwas mit Krisenzeiten zu tun hat. Je mehr Angst die Menschen um ihr Geld hat, je mehr das finanzielle Sicherheitsbedürfnis steigt, desto mehr legen die Bürger auch auf die hohe Kante, um in noch schlechteren Zeiten gerüstet zu sein. Sparen ist also wieder IN, und das in ganz Europa.


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