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Wenn die Gier nach Geld zum Absturz führt – Der große Schuldenberg von Dubai
- 01.12.2009
Die Welt hat oft nach Dubai geblickt, auf den Reichtum, die teuren Hotels und glaubte, dass dort, in dieser scheinbaren Märchenwelt, alles möglich ist. Doch das kleine Emirat Dubai zeigte sich nur in einem als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Bei der Aufnahme von Schulden.
Inzwischen sind es 80 Milliarden, die das Land mit der Fläche von nur 3.885 km² und den 1.754.791 Einwohner in der Kreide stehen hat. Auf den Staatsfonds Dubai World entfallen dabei schon drei Viertel der angehäuften Schulden. Der Zahlungsaufschub, um den Dubai World seine Gläubiger gebeten hat, reichte aus, um Ende der vergangenen Woche die Börsen in der ganzen Welt beben zu lassen. Und noch immer hat sich das Börsenparkett noch nicht beruhigt, da im Moment nicht so ganz absehbar zu sein scheint, wie relevant Dubai eigentlich für die Finanzmärkte in der ganzen Welt ist.
In Dubai selbst jedoch brennt der Sand. Denn heute kam dann auch der Einbruch der Börse des Emirats. Die „Financial Times Deutschland“ spricht dabei von regelrechten „Panikverkäufen“ und einem „Horrortag“ für die Dubai-Börse. Der wichtige Leitindex der Börse brach um gleich 7,3 Prozent ein bis zum Handelsschluss. Gleich um 15 Prozent brach dabei der Wert der Aktie von Dubai World ein. Die National Bank of Abu Dhabi des Nachbarlandes, die Dubai stützend unter die Arme griff mit einem weiteren Kredit, war auch nicht mehr so beliebt bei den Anlegern wie noch zuvor. Hier brach der Aktienkurs um 9,7 Prozent ein. Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), wird damit von Dubai mit in den finanziellen Abgrund hineingezogen.
Der Bauboom der vergangenen Jahre, inzwischen aufgrund von Geldmangel gestoppt, hat Dubai in aller Welt nur in einem strahlenden Licht gezeigt. Dass dies nur Fassade war und das „Haus“ eigentlich nur auf Sand, das heißt, auf fremdem Geld, gebaut wurde, zeigt sich jetzt in seiner ganzen Härte auch der Öffentlichkeit. Während keine Privatperson ständig Kredite in beliebiger Höhe erhalten würde, um ein Haus nach dem anderen zu bauen, reichte bei Dubai der bloße Schein, um die Kreditgeber zu „betören“. Jetzt ist der Katzenjammer groß – und wird wohl noch um einiges größer werden, wenn klar wird, dass Dubai wirklich pleite ist und seinen Kreditverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Wohl dem, dessen (Finanz-) Haus dann auf Fels gebaut ist...
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