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                  Hoffnung auf ausbleibenden Schaden bei deutschen Kreditkarten-Kunden

                  - 30.11.2009

                  Mittlerweile geht man in Spekulationen davon aus, dass allein in Deutschland rund vier Millionen Kreditkarten ausgetauscht werden als Konsequenz des vermeintlichen Datendiebstahls in Spanien. Auf das Konto der deutschen Sparkassen geht nach derzeitigen Statements rund fünf Prozent der Gesamtmenge aller ausgetauschten oder noch auszutauschenden Kreditkarten. Mit den aktuellen Tauschmaßnahmen könnte die Situation hierzulande bereits weitgehend bereinigt sein. Doch schon regen sich in unseren Nachbarländern der Schweiz und Österreich erste Berichte darüber, dass auch die dortigen Kunden nun vor vergleichbaren Problemen stehen könnten.

                  Zwei Fragen, die sich auch die Kunden und Anbieter in den anderen betroffenen Regionen Europas stellen sind die danach, wo die kritische Lage eigentlich genau ihren Ursprung genommen hat. Kurzum: Weiterhin ist insbesondere den Verbrauchern nicht bekannt, wo der illegale Zugriff auf die Daten der Kunden stattgefunden haben soll. Viele Kunden der Kreditkartengesellschaften und Banken fühlen sich in Unklaren gehalten, wie es überhaupt zu den derzeitigen Entwicklungen kommen konnte.

                  Und noch in anderer Hinsicht verspüren die Kreditkartennutzer und die Verbraucherschützer ein ungutes Gefühl. Denn während sich die Banken und die Anbieter der Karten weiterhin gegenseitig den schwarzen Peter bezüglich der Kostenübernahme zuzuschieben versuchen, fürchtet mancher Experte bereits, dass die Umtauschkosten letzen Endes doch wieder am Kunden – und somit an den Geschädigten selbst – hängen bleiben könnten. Erste Banken jedenfalls ließen durchblicken, dass man sich wenigstens eine Beteiligung der Kunden an den endgültigen Kosten vorstellen könne.

                  Mangel an Informationsbereitschaft sorgt bei Verbrauchern für Frust

                  Als noch unangenehmer empfinden viele Karteneigentümer aber die Informationspolitik, die nach wie vor völlig offen lässt, ob es eigentlich wirklich einen nachweislichen Schaden bei dem namentlich nicht genauer bekannten Prozessor-Unternehmen in Spanien gegeben hat. Dass Unternehmen wie Visa nun nach einem Schritt vorwärts zwei Schritte zurück machen und sich darauf berufen, niemals wirklich von Datenmissbrauch gesprochen zu haben, verschafft den Konsumenten nicht gerade die erhoffte Klarheit in dieser unangenehmen Angelegenheit.

                  Doch obwohl die Institute bereits vorausschauend mitteilten, man werde potentielle Schäden natürlich wie üblich für die Kunden übernehmen. Im Interesse des eigenen Vertrauens in das Format der Kreditkarten und die Sicherheit des selbigen, hoffen die Kunden nachvollziehbarer Weise, dass die Visa-Führung Recht behält und es wirklich keine Zugriffe auf die Konten der Kreditkartennutzer gegeben hat.

                  Die in solchen Situationen bei den Banken bzw. den Anbietern der bargeldlosen Zahlungsmittel standardmäßig ablaufenden Überprüfungen haben jedenfalls bisher angeblich außer einigen wenigen anormalen Betrugsfällen keinen Aufschluss darüber gegeben, dass es zu umfangreichen Betrugsdelikten gekommen sei. Der spanische Verursacher der Karten-Krise wird daher neutral eingestuft bei Visa.

                  Für den Fall, dass Kartennutzer selbst auf verdächtige Kontobewegungen stoßen, raten Verbraucherschützer dazu, möglicherweise eine Rückbuchung bei der Bank zu beantragen und stattdessen nur die Summen an die Kreditkartengesellschaft zu überweisen, die der Nutzer für korrekt hält. Die Beweispflicht, so die Experten, liegt schließlich bei den Kreditkartenanbietern oder der anbietenden Bank. Nicht bei den Kunden.

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