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                  Falsche Beratung bei Geldanlagen: Die Postbank im Zwielicht

                  - 27.10.2009

                  Was die seit vielen Jahren bekannte Stiftung Warentest in diesen Tag ans Licht brachte, ist erschreckend. Geldanlage bei der Postbank eine gute, angenehme Sache? Nein, besser nicht, sagt die von der Stiftung Warentest herausgegebene Zeitschrift „Finanztest“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Denn: Die Postbank Finanzberatung AG, die im Jahr 2006 von der Postbank gegründet wurde, arbeitet rein auf Provisionsbasis. Das heißt im bitteren Klartext: Verkaufen die Berater dort keine Verträge, verdienen sie auch kein Geld.

                  Wozu dies führen kann, wissen wir alle spätestens seit der Finanzkrise: Da werden Verträge und Geldanlagen unter‘s Volk gebracht, die keiner braucht oder keiner kennt. Oder es werden schlichtweg falsche Aussagen gemacht, um einen Geldanlage-Vertrag zu verkaufen.

                  Verkaufen ohne Rücksicht auf Verluste – und ohne Rücksicht auf die Kunden

                  „Und genau dies scheint bei der Postbank Finanzberatung AG eine gängige Praxis zu sein, wie „Finanztest“ jetzt berichtet. Wohl deshalb werde auf Teufel komm raus verkauft, auch wenn ein Kunde gar keine Verträge benötige“, kommt da als Meldung aus dem Hause Stiftung Warentest auf den Tisch. Und: „Opfer von Falschberatungen sind besonders oft Ältere. So sind Senioren verstärkt Bausparverträge aufgeschwatzt worden, obwohl sie weder bauen noch renovieren wollten. Finanztest stieß gleich auf mehrere Fälle, in denen die Kunden weit über 100 Jahre alt werden müssten, um die Zuteilung ihres Vertrages zu erleben. In einigen Fällen wurden Kunden gleich mehrere Bausparverträge aufgeschwatzt. In anderen Fällen wurden Altverträge für eine Riesterfondsrente vorzeitig gekündigt und neue Verträge abgeschlossen. Ergebnis: Wieder können die Berater Abschlussprovisionen kassieren. Für die Kunden ist ein solches Umschichten aber unsinnig und teuer.“

                  So sieht die Wahrheit aus, wie „Finanztest“ in der Pressemitteilung zum aktuellen Heft mitteilt. Doch nicht nur das Verkaufen auf Teufel komm raus wird dort beschrieben. Nein, es kommt noch eine Stufe härter, was jeden vernünftig denkenden Menschen davon in Zukunft abhalten sollte, bei der Postbank Geldanlagen zu tätigen oder Verträge abzuschließen.

                  „Finanztest“ beschreibt genau das, was sich niemand wünscht: „In drei Fällen fälschte ein Berater Unterschriften. Er unterschrieb für Kunden Verträge, die diese gar nicht haben wollten. Erst nach Einschalten eines Anwalts löste die Postbank die Verträge wieder auf. Der Berater durfte trotz der Urkundenfälschung weiter für die Postbank arbeiten.“

                  Die Postbank stellt sich damit ins Abseits, und wird wohl sehr umdenken müssen, um hier eines Tages wieder eine saubere Weste zu erhalten. Denn was nützt Deutschlands größtes Privatkunden-„Netzwerk“, wenn diese Kunden dann über den Tisch gezogen werden?

                  (Quelle Auszüge Pressemitteilung: Stiftung Warentest)

                   

                   

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