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Anlagebetrug noch immer Thema auf den Finanzmärkten
- 16.09.2009
Nicht alles geht vorüber im Laufe einer Krise, ganz im Gegenteil. Zwar ist der Anteil von Anlagebetrug in den vergangenen Monaten zurückgegangen, dennoch ist er immer noch ein wichtiges Thema. Gerade Sparer, die sich nicht so gut auskennen, stehen oftmals schnell in der Gefahr, einen Deal einzugehen, bei dem sie nichts gewinnen außer der Erfahrung, es nicht noch einmal so zu machen.
Doch es muss nicht zu dieser bitteren Erfahrung und einem leeren Geldbeutel kommen, wenn einige wesentliche Punkte beachtet werden, auf die nun auch der Bankenverband in einer Pressemitteilung ausdrücklich hingewiesen hat. Denn immer noch gibt es viele Fälle von Beteiligungs- und Anlagebetrug, im vergangenen Jahr immerhin 5.527 bekannte Betrugsfälle. Die Dunkelziffer jedoch, so wird vermutet, wird erheblich höher sein, was eine genaue Bezifferung der Fälle und des entstandenen Schadens so schwierig macht.
Hohe Aufklärungsquote - Aber in meisten Fällen ist das Geld weg
Von den zur Anzeige gekommenen Fällen konnten zwar 98,5 Prozent aufgeklärt werden – doch, so auch der Kenntnisstand des Bankenverbandes, sehen die meisten Betrogenen ihr Geld nicht mehr wieder, da dieses bereits in dubiosen Quellen verschwunden ist.
Dabei sind die Warnsignale für einen Kapitalanlagebetrug sehr deutlich zu erkennen. Dazu gehören: der gesetzlich verbotene Telefonkontakt, unseriöse Gewinnversprechen mit hohen Renditen, die gar nicht erreicht werden können. Provisionsregelungen, die überzogen sind und darauf hindeuten, dass da jemand nur um der Provision willen die Anlage verkaufen will. Auslandsadressen sind ein eindeutiges Warnsignal. Wer hier anlegt, hat auf dem rechtlichen Wege meist schlechte Karten, jemals wieder an sein Geld zu kommen. Zeitdruck – hohe Gewinne nur bei sofortiger Entscheidung. Finger weg von solchen übereilten Geldanlagen. Gut Ding will Weile haben, dies gilt gerade in Sachen Geldanlage! Übrigens sind auch so genannte Folgegeschäfte ein Warnsignal. Da wird auf eine kleine Summe, die angelegt wurde, eine hohe Rendite ausgezahlt, und damit dem Sparer die Anlage einer weitaus höheren Summe schmackhaft gemacht. Dieses Geld wird dann aber weder eine Renditeausschüttung sehen, noch jemals wieder im Geldbeutel landen.
Gier ist ein schlechter Berater, wenn es um Geldanlagen geht. Dies haben wir auch im Falle des Milliarden-Betrügers Bernard L. Madoff gesehen. Er versprach eine hohe Rendite und legte das Geld dann in einem so genannten Schneeball-System an. Inzwischen wurde er zu 150 Jahren Haft verurteilt, sein Privatvermögen und das seiner Frau wurde beschlagnahmt, die Häuser kommen unter den Hammer – und doch werden viele der Anleger den größten Teil ihres Geldes wohl nie mehr wiedersehen.
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