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Ab heute gilt eine höhere Einlagensicherung für Geldanlagen!
- 01.07.2009
Heute ist Mittwoch, der 1. Juli 2009, und dieser Tag bringt zugleich eine wichtige Änderung mit sich in Sachen Einlagensicherung. Während bis einschließlich gestern nur eine gesetzliche Einlagensicherung von 20.000 Euro galt – und das auch nur bis zu 90 Prozent der Spareinlagen, gibt es seit heute weitaus mehr Geld zurück im Falle einer Bankpleite.So gilt seit heute eine erhöhte Einlagensicherung. Statt der 20.000 Euro gibt es jetzt bis zu 50.000 Euro im Falle einer Bankenpleite für die Sparer zurück. Auch die Eigenbeteiligung der Sparer in Höhe von 10 Prozent wurde endlich abgeschafft, ein Erfolg für die Anleger, die unter Verlusten zu leiden haben, wenn Geldinstitut in die Pleite geht. Zusätzlich dazu wurde gesetzlich festgelegt, dass die Einlagen bis in Höhe der neuen Einlagensicherung binnen 30 Tagen beim Sparer angekommen sein müssen – und nicht wie bisher, wo ein Kampf viele Monate, manchmal sogar Jahre dauerte.
Höhere Sicherung der Einlagen – doch der Einlagensicherungsfonds liegt noch höher!
Die Erhöhung der Einlagensicherung gilt in der ganzen Europäischen Union, was auch die Geldanlagen in anderen Ländern sicherer macht. Diese wichtige Änderung des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz wird mit Sicherheit wieder mehr Vertrauen unter den Anlegern schaffen, um neue Geldanlagen zu tätigen. Zusätzlich zu dem – seit heute höheren – Mindestrahmen für die Einlagensicherung, der gesetzlich festgelegt ist, gibt es seit 1976 den Einlagensicherungsfonds. Dieser ist eine freiwillige Sicherungseinrichtung für Geldanlagen, die damals vom Bundesverband deutscher Banken ins Leben gerufen wurde. Fast alle in Deutschland tätigen Banken sind Mitglied in diesem Einlagensicherungsfonds und sichern damit die Gelder ihrer Kunden über den Rahmen hinaus, den der Gesetzgeber festgelegt hat. „Der freiwillig von den Banken getragene Einlagensicherungsfonds wird privat organisiert durch den Bundesverband deutscher Banken. Über den Fonds werden Guthaben einschließlich der Zinsen jedes Kunden, dessen Geldanlage unter die Einlagensicherung fällt, bis zur Höhe von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank abgesichert, bei welcher der Kunde sein Geld angelegt hat. Im Klartext bedeutet dies: Auch kleine Banken haben eine hohe Absicherung für ihre Kunden. So nennt der BdB ein Beispiel hierfür: Selbst bei kleinsten Banken mit einem haftenden Eigenkapital von 5 Mio Euro sind die Guthaben jedes Anlegers bis zu einer Höhe von 1,5 Mio Euro vollständig geschützt. In der Regel ist der gesicherte Betrag aber erheblich höher, weil die meisten Banken ein wesentlich höheres haftendes Eigenkapital haben.“ (Quelle: BdB)
Für welche Geldanlagen gilt die Einlagensicherung überhaupt?
Vielen Anlegern ist immer noch nicht bewusst, dass es zwar die Einlagensicherung gibt in Deutschland, diese aber bei weitem nicht alle Geldanlagen absichert. Wertpapiere jeder Art sowie Zertifikate sind von der Sicherung der Einlagen ausgeschlossen. Der Bundesverband deutscher Banken, der BdB, schrieb deshalb aufgrund der heute endlich in Kraft getretenen Veränderung der Rechtslage in Bezug auf die Höhe der Einlagensicherung: „Der Schutz gilt für alle "Nichtbankeneinlagen" - also Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen sowie öffentlichen Stellen - und schliesst neben Sicht-, Termin- und Spareinlagen auch auf den Namen lautende Sparbriefe ein. Vom Schutz des Einlagensicherungsfonds ausgenommen sind Inhaberpapiere, insbesondere auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen - also auch Zertifikate einer Bank. Ob eine Bank am Einlagensicherungsfonds mitwirkt und bis zu welcher Grenze die Guthaben geschützt sind, kann über ein Mail-Formular auf den Internetseiten des Bankenverbandes unter www.bankenverband.de/einlagensicherung abgefragt werden.“ (Quelle: BdB)
Finger weg von Zertifikaten!
Im Rahmen dieser Neuerung der gesetzlich festgelegten Einlagensicherung durch eine gravierende und wichtige Änderung im Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz möchten wir Ihnen noch einen sehr wichtigen Tipp auf den Weg geben. Lassen Sie bitte die Finger weg von Zertifkaten, egal welcher Art. Die Pleite der US-Investmentbank, die viele Menschen in den finanziellen Ruin getrieben hat durch plötzlich völlig wertlos gewordene Zertifikate, welche die Banke ausgegeben hatte, sollte ein Lehrbeispiel für alle Anleger werden. Deshalb gilt: Wer sein Geld sicher anlegen möchte, der sollte es als Festgeld oder Tagesgeld anlegen. Weitere Möglichkeiten sind, neben dieser sicheren Anlagen die Investition in Immobilien, in Gold und auch in Aktien. Die Geldanlagen sollten dabei immer gut und gleichmäßig verteilt werden, von einer konservativen Anlage hin, wie zum Beispiel dem Festgeld, mit festem Zinssatz, aber einer nicht so hohen Rendite, bis hin Aktienfonds, ohne garantierte Zinsen, dafür aber mit einer möglicherweise hohen Rendite. Gold lohnt sich auch immer, wenn man in den Zeiten in dieses wertvolle Edelmetalle sein Geld investiert, in denen der Preis dafür niedrig liegt. Gold ist immer noch die Reservewährung Nummer Eins auf der Welt und wird langfristig gesehen wohl noch um einiges weiter im Wert steigen. Hier aber darauf achten: Keine Anlage in Goldzertifikate oder Wertpapiere von Goldminen etc. Sondern das Gold als physisches Gold kaufen, das heißt, als Goldbarren oder als Münzen, je nachdem, was einem selbst dabei lieber ist.
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