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Deutsche Bank kauft Postbank-Aktien dazu – und treibt die Übernahme voran
- 08.06.2009
Wenn Finanzkreise recht haben, dann geht die Deutsche Bank schnellen Schrittes auf die 30 Prozent Anteile an der Postbank zu. Bei einem Überschreiten dieser Marke würde aufgrund der rechtlichen Vorgaben ein öffentliches Übernahmeangebot durch die immer noch größte Bank Deutschlands, die Deutsche Bank, notwendig werden.Der Branchenführer selbst hält sich bedeckt dazu, und ließ durch einen Sprecher heute nur verlautbaren, zu Marktspekulationen würde man keine Stellung nehmen. Dennoch gehen viele in der Finanzbranche Involvierte inzwischen davon aus, dass die Deutsche Bank die Kurse der vergangenen Wochen auf dem Börsenparkett, die vergleichsweise niedrig waren, für Zukäufe von Postbank-Aktien für sich genutzt haben könnte.
Gestatten Deutsche (Post-)Bank: Die Option auf eine komplette Übernahme
Nach der Vertragsunterzeichnung zur Teil-Übernahme der Postbank mit Option auf eine völlige Übernahme, hatte die Deutsche Bank 22,9 Prozent der Aktien der Postbank gehalten. Später kamen weitere Anteile dazu, so dass ein Viertel der Aktien der Bank mit dem größten Privatkundenanteil unseres Landes in der Hand des Branchenprimus – plus eine Aktie. Nun scheint die Sache jedoch immer mehr ins Rollen zu kommen, wenn man den Worten Glauben Schenken mag und kann, die derzeit auf dem Börsenparkett und in der Finanzwelt die Runde machen. Die Vereinbarung, dass die Deutsche Bank die Tochterbank der Post AG ganz übernehmen wird, gilt bis zum Jahre 2012. Bis dahin wäre die Bank nur der zweite Hauptaktionär nach der Post selbst. Sollte die Deutsche Bank jedoch die von ihr gehaltenen Anteile weiter erweitern, würde ein offizielles Übernahmeangebot, das zuvor auch noch von der BaFin, der Bundesfinanzaufsicht, genehmigt werden müsste, notwendig werden. Es bleibt jetzt abzuwarten, wie der Branchenführer nun weiter vorgehen wird.
Die eine Aktie fällt, die andere steigt – Die Gerüchte bringen Bewegung an die Börse
Von den noch nicht bestätigten Gerüchten profitiert bis jetzt einseitig jedoch nur die Postbank. Die seit einiger Zeit nur noch im MDAX gelistete Aktie stieg um durchschnittlich fünf Prozent an, während das im DAX gelistete Wertpapier der Deutschen Bank mehr als ein Prozent an Boden verloren hat. Dies mag vor allem darin begründet sein, dass den Branchenprimus keine Aussagen zu dem machen möchte, was nun mal sehr stark in Finanzkreisen die Runde macht. Eine klare Ansage dazu, ob ja oder nein, würde weitaus hilfreicher sein. Dennoch glauben die Anleger wohl, dass die Gerüchte um den vermehrten Aufkauf von Postbank-Aktien durch die Deutsche Bank stimmen – sonst würde der Kurs nicht so stark ansteigen. Das Wertpapier der Banktochter der Deutschen Post ist heute also ein interessantes Anlageobjekt, wie es scheint. Ob es sich jedoch vom Kurs her hatlen wird, bleibt abzuwarten.
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