- Blogrolle
- Ansahl Versicherungsblog
- Manfreds PKV-Makeleien
- Versicherungen News
- Kredit Engel-News
- Portal Optimal absichern
Erhalten Sie kostenlos wertvolle Verbrauchertipps, Zinsübersichten sowie aktuelle, wichtige und interessante Finanzinformationen.

Blog
Was wird aus Opel? - Die Situation um die General Motors-Tochter wird immer brenzliger
- 29.05.2009
Das letzte Krisentreffen um den Rüsselsheimer Autobauer war nicht gut, und vor allem ohne Ergebnis, verlaufen. Am heutigen Freitag sollten die nächsten Krisengespräche stattfinden. Ob es sie jedoch überhaupt noch geben wird, ist heute mehr denn je fraglich. Nach dem Verhalten von General Motors beim ersten Krisentreffen hat sich Fiat aus dem Bieterkreis von Opel verabschiedet. Die plötzlichen Nachforderungen von General Motors, die plötzlich bei den Krisengesprächen auf den Tisch kamen, „würden Fiat dazu zwingen, Opel finanziell zu unterstützen und sich damit unnötigen und irrationalen Risiken auszusetzen“. Dies sagte der Chef von Fiat, Sergio Marchionne, mit aller Deutlichkeit. Ein Bieter mehr, der im Rennen fehlt, was macht das aus, mag sich jetzt so mancher denken. Zumal der eine oder andere starke Probleme mit dem Verhalten des Fiat-Chefs und seines Konzerns hatte vor dem Bieterprozess. Fiat ist nun draußen, und ja, es macht etwas aus. Denn: Gerüchten zufolge hat sich bald auch der kanadische Autobauer Magna aus dem Bieterrennen um den deutschen Autohersteller Opel verabschiedet. "Auch Magna steht kurz davor hinzuschmeißen.", berichte die „Bild“ denn auch heute. Ob daran etwas ist, wissen wir nicht. Aber es ist in diesem Fall sehr zu vermuten, dass diese Aussage sehr nahe an der Wahrheit ist.
Ist eine Insolvenz nun wirklich nur noch die einzige Lösung?
Und auch das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ weiß auf seiner Internetpräsenz Neues zu berichten. In einem vollmundig als Spiegel-Gespräch mit der Kanzlerin angekündigten Artikel, bei dem Angela Merkel jedoch nur zwei kurze Sätze sagte, heißt es in Sachen mögliche Insolvenz von Opel: "Wir setzen alles daran, eine andere Lösung zu finden". Doch die Insolvenz, die Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg inzwischen in den Raum geworfen, und damit die Kritik von SPD-Kanzlerkandidat ernten musste, scheint immer näher zu rücken für die GM-Tochter Opel. Die Vertreter von General Motors hatten in den elfstündigen Verhandlungen, die von Mittwoch bis Donnerstag am frühen Morgen im Kanzleramt in Berlin stattfanden, plötzlich eine unerwartete Nachforderung gestellt. Von 300 Millionen bis gar 350 Millionen Euro ist da die Rede. Dies zog herbe Kritik von allen Seiten auf sich. Fiat zog sich daraufhin zurück, Magna wird wohl auch das Handtuch werfen. Und der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen fand klare Worte für die Geschehnisse bei dem ersten Krisentreffen um eine mögliche Übernahm von Opel: „Ich glaube, General Motors Europa braucht ein neues Management. Dort herrscht Chaos.“
General Motors stellt sich immer mehr in ein schlechtes Licht
Das Krisentreffen hätte vor wenigen Minuten, um 14 Uhr, beginnen sollen. Bis jetzt ist immer noch unklar, ob es überhaupt stattfinden wird. Ein Ausschuß prüft derzeit den Stand der Verhandlungen. FDP-Chef Westerwelle sieht derweil mögliche Nachforderungen von General Motors kommen, und warnt davor, dass der Steuerzahler dafür bluten muss. Immer mehr hat sich der US-Autohersteller nun in ein schlechtes Licht gestellt. Nach dem ersten Übernahme-Krisentreffen sind nun wohl bei allen Verhandlungspartnern die Alarmlichter in dunkelrot. Der ehemals größte Autobauer der Welt hat sich nun selbst ins Aus gestellt. Und inzwischen sprechen auch viele Experten offen über die positiven Möglichkeiten einer Insolvenz. Der Leiter des ifo, des Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn sprach deshalb auch in der „Passauer Neuen Presse“ Klartext: Er warnt vor zu hohen Sicherheiten von Seiten des Staates und macht deutlich, dass man es nicht zulassen dürfen, sich vor den Wahlen erpressen zu lassen. Und: „Die Bieter wollen riesige Geldbeträge als Sicherheiten, sechs bis acht Milliarden Euro. Das macht bis zu 300 000 Euro pro Arbeitsplatz“. Eine Rechnung, die einfach keinen Sinn macht, wie Herr Sinn denn auch sagt: Mit diesem Geld könne man auch zwei neue Werke für den Autobauer Opel bauen. Die Sache wird also immer brenzliger. Heute ist wahrscheinlich der wichtigste Tag in der Geschichte des deutschen Autoherstellers Opel seit der Übernahme durch General Motors im Jahre 1929. Heute, 80 Jahre nach dieser Zeit, entscheidet sich möglicherweise das Schicksal von Opel. Wie es aussehen wird, weiß zum jetzigen Zeitpunkt niemand...
Fragen zu Was wird aus Opel? - Die Situation um die General Motors-Tochter wird immer brenzliger
Die Konsequenzen einer Insolvenz – Wie eng sind General Motors und Opel miteinander verdrahtet?
SoFFin hilft Autohersteller: Finanztochter der Volkswagen AG erhält Staatshilfe
Eine Insolvenz, die saniert – General Motors und Chrysler vor gerichtlicher Aufsicht?
Fiat Opel - Es werde Schicht!
Der Weg zur Rettung von Opel – Ein gemeinsamer Weg der USA und Deutschland möglich?
Weitere Staatsbürgschaft für einen Autobauer in Deutschland?
Bei allgemeinen Fragen benutzen Sie bitte untenstehendes Formular. Ihre Frage wird hier veröffentlicht und unsere Redaktion wird diese nach Möglichkeit beantworten.
Beachten Sie: Rechtsberatung und Beantwortung von Vertragsfragen sind von dem Service ausgeschlossen.