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                  Monatelang fallende Preise? - Bundesbank rechnet mit weiter sinkenden Verbraucherpreisen

                  - 20.05.2009

                  Während in den vergangenen Jahren ein nahezu ausnahmsloser Anstieg bei den Verbraucherpreisen notiert werden musste, siehe dazu auch die unten stehende Grafik, geht es langsam aber sicher bergab. Dies ist natürlich gut für die Verbraucher, die für weniger Geld mehr bekommen, auf der anderen Seite jedoch schwebte über der sinkenden Inflationsrate das Damoklesschwert, das Ganze könnte zu einer Deflation führen. So sieht die Bundesbank bereits für diesen Monat, Mai 2009, durch die im Einzelhandel derzeit stattfindende ganze Welle von gesenkten Preisen eine nachlassende Teuerungsrate. Bereits im März war die Inflationsrate auf 0,5 Prozent gesunken, was zugleich ein zehn-Jahres-Tief bedeutete. Im vergangenen Monat kam es dann zu einem Anstieg um 0,2 Prozent, so dass es am Ende zu einer Inflation von 0,7 Prozent kam für den April 2009. Doch dies scheint nur ein kurzer und vor allem auch kleiner Höhenflug gewesen zu sein. Denn nicht nur die Preise im Einzelhandel sinken. „Darüber hinaus haben weitere Gasversorger Preisrücknahmen angekündigt“, sagte die Bundesbank in ihrem heute veröffentlichten Monatsbericht.

                  Unter Null – aber keine Deflation

                  So wird erwartet, dass die Inflationsrate für mehrere Monate gar unter Null fallen könnte, was in Richtung einer Deflation weisen könnte. Davon will aber die Bundesbank nichts wissen, da sie diese Gefahr nicht sieht. Ganz im Gegenteil. "Die konjunkturelle Belastung der deutschen Wirtschaft dürfte im ersten Quartal 2009 den Höhepunkt erreicht haben" kommt aus den heiligen Hallen der Notenbank für Deutschland. Es ist also vielleicht an der Zeit, langsam wieder Hoffnung zu schöpfen. Durch die sinkenden Preise haben die Verbraucher mehr finanziellen Spielraum, der entweder wiederum in den Konsum eingebracht oder angespart wird. So oder so, die Talsohle rückt immer näher und wir können vielleicht wirklich langsam aufatmen.

                  Was wird aus dem deutschen Arbeitsmarkt?

                  Nur an einer Stelle haben wir noch wirkliche Bauchschmerzen, und das ist der Bereich Arbeitsmarkt. So sank sowohl die Zahl der Erwerbstätigen, wie das Statistische Bundesamt heute bekanntgab, sowohl auch die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden. „Im Vergleich mit dem vierten Quartal 2008 sank die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal 2009 um 905000 Personen (– 2,2%). Eine Abnahme der Erwerbstätigkeit ist im ersten Quartal eines Jahres zwar üblich. Im Berichtsquartal ist die Erwerbstätigkeit jedoch deutlich stärker zurückgegangen als im Durchschnitt der entsprechenden Quartale der Jahre 2007 und 2008 (– 525 000 oder –1,3%). Auch damals wurde die Erwerbstätigkeit in den Wintermonaten durch das Ende 2006 eingeführte Saisonkurzarbeitergeld zusätzlich gestützt.“ schreibt Destatis dazu.Die Kurzarbeit nagt an unserem (Wirtschafts-) Tuch und bereits gestern wurde ein starker Anstieg von Hartz IV-Empfängern für das kommende Jahr prognostiziert. Hier also ist noch ein wichtiger Anknüpfungspunkt für Unternehmen wie für den Bund. Der inzwischen eingeführte Wirtschaftsfonds ist eine dieser Maßnahmen, die ergriffen wurden zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Ob damit auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden können, wird sich wohl erst mittelfristig zeigen.

                  Doch es gibt sie dennoch – weitere gute Neuigkeiten

                  Zugleich gab das Statistische Bundesamt heute jedoch auch gute Nachrichten aus. Im vergangenen Monat kam es zu einem Rückgang der Erzeugerpreise. Dies könnte in vielen Fällen auch bedeuten, dass die Produzenten wie auch der Handel die niedrigeren Preise weitergeben werden an den Endverbraucher. So geht es zumindest dem Geldbeutel in dieser Hinsicht gut in den Zeiten der Krise, alles andere wird auch noch kommen – wir dürfen nur die Hoffnung niemals verlieren, dass alles besser werden kann und es auch werden wird!


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