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                  Kommt nun doch die rote Karte? - Kreditkartenfirmen in den USA beziehen vielleicht bald Prügel

                  - 15.05.2009

                  Die Immobilienkrise in den USA gilt als einer der Hauptauslöser der Finanzkrise, die immer noch die ganze Welt im Atem hält. Bereits seit längerem wird auch eine Kreditkartenkrise befürchtet, da in viele US-Bürger, die über Kreditkarte auf Pump gekauft haben, ihre Schulden nicht mehr zurück zahlen können. Einer der Hauptgründe hierfür sind die hohen Zinsen, welche von den Kreditkartenunternehmen als Strafgebühren verlangt werden, wenn ein Zahlungsausfall seitens des Kundens vorliegt. Diese, zusammen mit den sowieso schon hohen Zinsen, könnten über früher oder später zu einem weiteren finanziellen Fiasko in den USA führen – und damit wieder in der ganzen Welt. Die Strafgebühren machen im Moment 15 Milliarden US Dollar aus. Und sind damit etwa zehn Prozent der Umsätze der Kreditkartenunternehmen in den USA. American Express, Visa und Co. leben also gut von diesen Gebühren, die bei verspäteter Zahlung eingehen. Und riskieren gerade damit in diesen Zeiten, in den es aufgrund von dramatisch angestiegener Arbeitslosigkeit in den USA den Ruin vieler.

                  Obama schreit HALT und tritt wohl bald auf die Bremse

                  Einer hat jetzt wirklich genug davon, was die Kreditkartenunternehmen da treiben. Und hat erneut eine klare Ansage gemacht. "Es ist Zeit für eine Reform, die auf Transparenz, Rechenschaftspflicht und beidseitiger Verantwortung beruht", sagte er heute. Diesmal wird es jedoch nicht nur bei Worten bleiben. Bereits in den vergangenen Wochen hatte er immer wieder warnend in Richtung der Kreditkartenunternehmen gesprochen – passiert war jedoch nichts. Nun werden wohl andere Maßnahmen ergriffen werden, um dem Treiben mit den hohen Strafgebühren endlich ein Ende zu bereiten. Deshalb soll der US-Kongress bald ein Gesetz gegen dieses Gebahren in Angriff nehmen. Ein Zeitpunkt hierfür wurde jedoch noch nicht genannt. Es könnte also noch eine ganze Weile dauern, bis aus den Worten Barack Obamas endlich Taten werden. Falls überhaupt. Wir sind es ja gewohnt, dass in dem Land über dem großen Teich viel geredet wird – und dennoch nichts oder zumindest kaum etwas geschieht.

                  Wie soll es nun weitergehen mit dem Thema Kreditkarten-Blase?

                  Seit Monaten wird vermutet, dass nach der Immobilien-Blase bald die nächste große Blase platzt – im Bereich Kreditkarten. Und es wird immer brisanter. Im Januar dieses Jahres lagen die Zahlungsausfälle in diesem Kreditbereich bereits bei 963 Milliarden US Dollar. Seitdem sind bereits 3 ½ weitere Monate ins Land gegangen und viele weitere Arbeitslose mussten inzwischen in die Arbeitsmarktstatistik der USA als erwerbslos aufgenommen werden. Inzwischen liegt der Prozentsatz der Zahlungsausfälle für Pumpgeschäfte aus Kreditkarten bei einem neuen Rekordwert. Gleich 8,8 Prozent der auf diesem Wege verliehenen Summen können derzeit nicht zurück gezahlt werden. Und dank der hohen Strafzahlungen, die dafür verlangt werden, kommt es möglicherweise zu einer Überschuldung vieler US-Bürger, die sich über Jahre und Jahrzehnte hinziehen und damit den Konsum und die Wirtschaft in den USA nachhaltig schädigen wird. Es ist also allerhöchste Zeit, dass sich die USA selbst dieses Themas annimmt und dem ganzen Geschäftsverhalten der Kreditkartenunternehmen einen Riegel vorschiebt. Hoffen wir, dass es nicht nur bloße Worte sind, die Barack Obama da wieder einmal losgelassen hat heute, sondern das diesen auch wirklich – und hoffentlich sehr sehr bald – Taten folgen werden.

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