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Krise trifft Kasse
- 07.05.2009
Eigentlich konnte niemand erwarten, dass die Wirtschaftskrise vor unseren Krankenkassen Halt macht, aber gehofft haben wir das wohl alle. Schneller als erwartet müssen nun doch einige Kassen Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern fordern. Laut Bundesversicherungsamt sind davon 16 verschiedene Krankenkassen betroffen mit insgesamt 4,5 Millionen Mitgliedern. Um welche es sich dabei handelt, wurde bislang nicht veröffentlicht. Klar ist nur, dass die Zusatzbeiträge ab Juli 2009 erhoben werden. Während die Großen der Branche, wie DAK, Barmer, Techniker und der AOK-Bundesverband umgehend reagierten und mitteilten, dass sie in 2009 keine Zusatzbeiträge von Ihren Mitgliedern benötigen werden, erinnern wir uns an die über 1,3 Milliarden Euro Überschuss, die von eben diesen in 2008 erzielt wurden. Aufatmen.Trotzdem können nicht mehr alle GKV-Mitglieder ab Juli mit einer Beitragsentlastung rechnen, wenn im Zuge des großen Konjunkturpakets der einheitliche Beitragssatz um 0,6 Prozentpunkte auf 14,9% sinkt. Im GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz ist verankert, dass Krankenkassen einen Zusatzbeitrag in Höhe von bis zu 1% erheben können, wenn sie mit den Mitteln aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen.Übrigens: Wenn Ihre Krankenkasse einen Zusatzbeitrag fordert, dann besteht für Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht. Haben Sie aber einen Wahltarif bei Ihrer Kasse abgeschlossen, dann sind Sie für drei Jahre gebunden und können auch bei Erhebung eines Zusatzbeitrags nicht wechseln.
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