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BMW schreibt Verluste – Aktie tritt nach Bekanntgabe die Talfahrt an
- 12.03.2009
"Der BMW Group ist es gelungen, sich in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten operativ zu verbessern. So hat das Unternehmen seine Kostenstrukturen weiter optimiert und verfügt dank einer konsequenten Free Cashflow Steuerung über eine sehr solide Finanzposition", dies kam heute von dem Vorstandsvorsitzenden von BMW AG, Norbert Reithofer, als die Unternehmensergebnisse für 2008 bekannt gegeben wurden. Die Worte hören sich gut an, aber was viel lauter spricht, sind die Zahlen. Die Wirtschaftskrise hat BMW gnadenlos erreicht und dem Autohersteller im, für viele Banken und Unternehmen so schwarzen Quartal des vergangenen Jahres, dem vierten Quartal, einen Vorsteuerverlust von mehr als einer Milliarde Euro beschert.
Es gibt nichts mehr zu beschönigen
Bei der Bekanntgabe der Zahlen und den Gründen wird dann jedoch plötzlich nicht mehr beschönigt: „Die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben jedoch auch die Geschäftsentwicklung der BMW Group im vergangenen Jahr erheblich belastet. Allein durch die zusätzliche Risikovorsorge für Restwertrisiken infolge der schwachen Gebrauchtwagenmärkte, Kreditausfälle (1.968 Mio. Euro) sowie außerordentliche Personalaufwendungen (455 Mio. Euro) musste der Konzern insgesamt Sonderbelastungen von 2.423 Mio. Euro verkraften.Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) der BMW Group ging 2008 infolge dessen auf 921 (Vj. 4.212/-78,1%) Mio. Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 351 (Vj. 3.873/-90,9%) Mio. Euro, während sich der Jahresüberschuss auf 330 (Vj. 3.134/-89,5%) Mio. Euro belief. Der Umsatz des Konzerns sank moderat auf 53.197 (Vj. 56.018/-5,0%) Mio. Euro.“
Die Strafe der Anleger und der Weg zum Most Active
Es geht BMW, anderes als der Audi AG, die vor kurzem ihre Zahlen bekannt gab, also alles andere als gut. Die Umsatzeinbrüche und der Vorsteuerverlust werden noch eine ganze Weile an dem Unternehmen nagen. Die Anleger straften den Autobauer heute bereits ab und ließen die Aktie nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen fast um zwölf Prozent in den Keller rauschen. Inzwischen hat sich das Wertpapier bei um die 2,5 Prozent Wertverlust gegenüber dem Vortag eingependelt, ist aber zugleich heute der Most Active Wert, also die am meisten gehandelte Aktie an diesem Tag an der Frankfurter Börse.
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