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Die Hypo Real Estate schluckt weiter Geld, als wäre es nichts
- 11.02.2009
Der Immobilienfinanzierer aus München, immer wieder am Rande einer völligen Pleite, kriegt weitere Garantien aus staatlicher Hand. SoFFin gewährt eine Garantien-Zugabe in Höhe von zehn Milliarden Euro. Die HRE wird damit zu einem Geldaufsaugenden Loch, das nicht zu stopfen scheint. Inzwischen hat das Unternehmen 102 Milliarden Euro vom Finanzmarktstabilisierungsfonds zugestanden bekommen – 50 Milliarden Euro davon als Kapitalhilfen, den Rest als staatliche Garantien.
Einstieg des Staates in einem maroden System?
Längst war von einer Verstaatlichung die Rede gewesen, von einer Zwangsenteignung der Anteile des Hauptinvestors, von einem eigens dafür geschaffenen Gesetz. Doch der Investor JC Flowers war, bis dato, nicht einmal zu Gesprächen eingeladen worden. Nun aber soll es endlich zu einer Einigung über den Einstieg des Staates bei der Hypo Real Estate kommen. Was das soll? Das ist die gute Frage. Die HRE ist inzwischen längst nichts Anderes mehr als ein Klotz am Bein der Bundesregierung. Vor Monaten war der Immobilienfinanzierer durch eine Schnellhilfe vor dem Zusammenbruch bewahrt worden – damals ein verständliches und schnelles Handeln. Inzwischen wird das Ganze jedoch nur noch zu einem Witz, der Unmengen an Geld kosten, aber doch nur ein Tropfen auf einen sehr heißen Stein ist.
Die einen bluten, die anderen kassieren staatlichen Garantien ohne Ende
Anders als bei Schaeffler, einen Unternehmen, das mit dem Autozulieferer Continental zusammen an die 220.000 Mitarbeiter beschäftigt, und wo vielleicht viel eher finanzielle Hilfe benötigt wird, um diese Arbeitsplätze zu erhalten, wird aus immer unverständlicheren Gründen Geld in die HRE gepumpt. Wieso hat der Immobilienfinanzierer eine bessere Lobby? Um Versagen zu verdecken? Hier wird Geld hineingepumpt in ein Unternehmen, das längst seine besseren Tage gesehen hat – und in ein Boot, das längst am Sinken ist. Und das Fatale ist: Die Hypo Real Estate zahlt kaum Zinsen für die staatlichen Garantien.
Gelder für (fast) lau – Der Investor kann sich ins Fäustchen lachen
Gerade mal 0,1 Prozent werden von dem Finanzmarktstabilisierungsfonds als Bereitstellungsprovision verlangt für nicht von der HRE abgefragte Teile der inzwischen 52 Milliarden an staatlichen Garantien. Und nur 0,5 Prozent werden von SoFFin an Zinsen verlangt - wohlgemerkt jährlich! – für die in Anspruch genommenen Teile der Garantien. Ein günstiger Kredit also, der hier in ein Pleiteunternehmen geschustert wird. Ein Ende des ganzen Unternehmens Pleitegeier Hypo Real Estate wird es solange nicht geben, solange der Staat bereitsteht, um in das Wrack Geld zu pumpen. Was das Ganze jedoch noch bringen soll, verstehen inzwischen nicht einmal mehr meisten Finanzmarkt-Experten…
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