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Eine Soziale Marktwirtschaft für die ganze Welt?
- 30.01.2009
Wer die Wirtschaftsmodelle der USA und Deutschland miteinander vergleicht, der stellt schnell fest, dass hier nicht der gleiche Tenor gesungen wird. Während in unserem Land immer noch die Soziale Marktwirtschaft regiert, pfeift der Wind in den USA um einiges steifer. Unter dem Strich nennt sich dies dann Freie Marktwirtschaft, ein System, in dem der Stadt keinen Einfluss nimmt auf das Handeln der Unternehmen und der einzelne Mensch auch recht alleine dasteht, was man an den schlechten Sozialleistungen und den vielen US-Bürgern sehen kann, die inzwischen in völliger Armut leben. Die USA und Deutschland trennen hier zwei Welten – einer der Gründe, wieso die USA so tief in die Krise rutschen konnte, bis der Staat endlich eingriff. Eine freie Wirtschaft arbeitet unabhängig vom Staat und auch außerhalb seiner Kontrolle – und genau dies ist den USA nun zum Verhängnis geworden. Der neue US-Präsident Barack Obama steht nun vor den Scherben genau dieses Systems und es ist offensichtlich, dass eine Zeit des Umdenkens und ein neuer Weg kommen muss.
Merkel will ein Modell der Sozialen Marktwirtschaft für die ganze Welt
Deshalb fordert unsere Bundeskanzlerin jetzt auch die Einführung einer Sozialen Marktwirtschaft für aller Herren Länder. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos ruft sie dazu oft, Deutschland als Vorbild zu sehen für das System einer Sozialen Marktwirtschaft. Und will ein ähnliches System für die ganze Welt, unter der Kontrolle eines international zusammen gesetzten Gremiums der UNO, der Vereinten Nationen. Merkel mahnte klar an: „Der Staat ist der Hüter der sozialen Ordnung, aber Wettbewerb braucht Augenmaß und soziale Verantwortung." Und sagte auch, was sich verändern muss, damit der Weg von der Freien Marktwirtschaft (Beispiel USA) oder der Staatswirtschaft (Beispiel China) gefunden werden kann: „Die Freiheit des Einzelnen muss begrenzt werden, wenn sie dem anderen die Freiheiten nimmt.“
Eine "Charta für nachhaltiges Wirtschaften"
Fünf Prinzipien will Merkel für die Weltwirtschaft aufwerfen, nach der sich alle Staaten dann zu richten hätten. Darin enthalten ist das ganze Sammelsurium dessen, was getan werden kann und muss, um zukünftige Krisen schon im Ansatz bewältigen zu können.Merkel will das klare Bekenntnis zur Marktwirtschaft, und wirft hier ein nicht gerade freundliches Auge auf die USA, "Ich sage es ganz freimütig, ich sehe es mit einem gewissen Misstrauen, dass es in den USA Subventionen für die Autowirtschaft gibt.". Dann braucht die Welt der Ansicht der Kanzlerin nach eine internationales Finanzsystem, das intakt und stabil ist und für den Rest der Wirtschaft eine "dienende Funktion" innehabe müsse und eine Weltwirtschaft, die offen ist, die Nutzung nachhaltiger Ressourcen. Und es geht um die Bekämpfung der Armut. "Das sind die Prinzipien, auf die wir uns international einigen können", sagte Merkel dazu in Davos.
Kommentare zu Eine Soziale Marktwirtschaft für die ganze Welt?
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