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Der Bonus für alle (Arbeitnehmer) – Althaus erarbeitet neues Konzept
- 01.01.2009
Über eines sind sich alle Politiker im Moment einig: Der einzelne Bürger unseres Landes braucht wieder mehr Geld in der Tasche, damit der Konsum wieder richtig angekurbelt werden kann. Durch das Drehen der Kurbel könnte unser Land der derzeitigen Rezession „entkommen“ und langsam wieder Richtung Aufschwung gehen.Viele Lösungen wurden schon genannt. Senkung der Mehrwertsteuer, Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer, Senkung der Beiträge zur Krankenversicherung, Konsumgutscheine und und und. Nun kommt der Ministerpräsident Thüringens, Dieter Althaus, mit einem neuen Vorschlag daher. Er will die Einführung eines Bonus für arbeitende Bürger.
Die Konjunkturspritze – 600 Euro für jeden Arbeitnehmer
Mit einer Bonuszahlung an jeden Arbeitnehmer in unserem Lande, so will Dieter Althaus die Krise bewältigen. Mit einer staatlichen Zugabe zu den Beiträgen zur Sozialversicherung könnte jeder arbeitende Bürger im Monat 50 Euro sparen, und diese wiederum durch verstärkten Konsum in die Wirtschaft unseres Landes pumpen. "Die Entlastung der Bürger muss nachhaltig sein, nur dann verstetigt sich der Inlandskonsum" sagt der Ministerpräsident Thüringens dazu in der morgen erscheinenden Printausgabe des Magazins „Stern“. Dabei ginge es dann bei dem Sozialversicherungsbonus nicht um die Höhe des Einkommens eines jeden Einzelnen. Jeder, der Beiträge zur Sozialversicherung bezahlt, würde diesen – den Plänen von Althaus zufolge – dann erhalten. Dies ist natürlich eine ganz andere Idee als eine staatliche Bezuschussung der Beiträge zur Krankenversicherung. Diese angedachten Pläne, ein Prozent der KV-Beiträge dazu zu schießen, würden dem durchschnittlichen Arbeiternehmer nur etwa 10 Euro im Monat mehr in den Geldbeutel bringen. Der Vorschlag von Althaus geht jedoch weiter. Und lohnt sich vielleicht wirklich, ein wenig mehr bedacht zu werden.
Das „Netto-Plus“ kostet jedoch so einiges
Wenn die Pläne von Thüringens Ministerpräsident Althaus umgesetzt werden würden, würfe dies Kosten auf in Höhe von etwa 16,2 Milliarden Euro jährlich. Dies wäre Geld, was letztlich wieder die Steuerzahler übernehmen würden. Dennoch wäre es gerade das Modell von Althaus, das die Geringverdiener erreichen würde – und diese sind es meist, die ihr Geld dann auch wieder schnell via Konsum in den Wirtschaftskreislauf einbringen. Von einer Senkung der Beiträge zur Krankenversicherung würde diese Personengruppe kaum profitieren, und aufgrund des niedrigen Betrags, der durchschnittlich in den Geldbeuteln bliebe, würde diese Senkung wahrscheinlich sowieso sinnlos verpuffen. An dem Vorschlag des „Netto-Plus“ von Dieter Althaus könnte also durchaus was dran sein, und er könnte – in so fern er umgesetzt werden würde – durchaus eine für die Konjunktur greifende Wirkung zeigen.
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