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Die Inflation scheint gestoppt – Preissteigerung lag im November bei 1,4 Prozent
- 17.12.2008
In diesen Zeiten, in denen das Geld für die einzelnen Bürger knapp geworden ist, ist jede gute Nachricht in Bezug auf das Sparen von Geld eine doppelt gute Nachricht. Eine solche Nachricht kam heute aus Wiesbaden, vom Statistischen Bundesamt. Bereits das vierte Mal in Folge sank die Preissteigerungsrate und lag im vergangenen Monat bei nur noch 1,4 Prozent. Nachdem die Inflationsrate im Juni und Juli dieses Jahres jeweils bei 3,3 Prozent gelegen hatte, sank sie in den darauffolgenden Monaten August und September langsam (August + 3,1 Prozent, September + 2,9 Prozent). Im Oktober ging die Inflation dann auf + 2,4 Prozent zurück, was endlich wieder für ein Aufatmen unter den Verbrauchern sorgte. Im Monat November dann gab es einen starken Rückgang der Preissteigerung und stand am Ende des Monats dann bei 1,4 Prozent. Dies bedeutet den niedrigsten Stand der Inflationsrate seit zwei Jahren und lässt Verbraucher wie auch Wirtschaftspolitiker optimistischer in die Zukunft blicken. Nachdem im Sommer nicht klar gewesen war, ob die Preise für Energie nicht noch mehr steigen, kann nun langsam zumindest im Bereich von Benzin, Diesel und Heizöl aufgeatmet werden.
Preissenkungen beim Rohöl sorgen für niedrigere Inflationsrate
Während die Preise für Strom (+ 6,1 gegenüber dem Vorjahreszeitraum) und Gas (dramatische + 22,4 Prozent gegenüber November 2007) anstiegen und damit den Preisindex für Haushaltsenergie auf ein Plus von 10,2 Prozent nach oben drückte, gaben die Preise für Sprit und Heizöl nach. Diese Preissenkungen führten zu dem starken Rückgang des Gesamtverbraucherindex für den Monat November. Doch auch die Preise für Milchprodukte sowie Speisefette und –öle gingen zurück, und machten zumindest im Bereich der Milchprodukte die Preissteigerungen wett, die vor einigen Monaten die Verbraucher in unserem Lande regelrecht überrannt hatten.
Eine Prognose für die Zukunft
Nachdem die Gazprom, das russische Monopolunternehmen für Gas, angekündigt hat, ab Januar des nächsten Jahres den Preis für die Gaslieferungen nach Europa zu senken, kann von zukünftigen Preissenkungen in diesem für Deutschland so wichtigen Energiesegment ausgegangen werden. 35 Milliarden Kubikmeter nimmt Deutschland der Gazprom jedes Jahr ab , die Preissenkung von etwa einem Drittel, was letztlich dann einen Abnahmepreis von umgerechnet 210 Euro je 1000 Kubikmeter bedeutet, wird also den Gaspreis für die Versorger stark senken. Wenn diese, wie auch von Wirtschaftsminister Glos gefordert, die Preissenkungen auch zügig an die Endverbraucher weitergeben, die anderen Preise aber stabil bleiben, kann von einem weiteren Rückgang der Inflationsrate ausgegangen werden. Der Abnahmepreis für Gas ist an den Preis für Rohöl gebunden, dies wurde so mit der Gazprom und den anderen Lieferanten vereinbart. Dies wurde oft kritisiert, gerade auch angesichts der monatelang so dramatisch angestiegenen Preise für Rohöl. Nachdem es jedoch nun zu einem regelrechten Preisverfall beim Rohöl kam, werden diese Steigerungen indirekt auch wieder wettgemacht. Wichtig ist nur, dass die Energieversorger diese Preissenkungen nicht in ihre eigenen Taschen stecken, sondern diese in Preissenkungen umwandeln und damit ihren eh schon geschröpften Kunden wenigstens einen Teil des Kuchens abgeben.
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