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                  Und das Wort des Jahres ist: Finanzkrise

                  - 11.12.2008

                  Ja, es ist nun Fakt. Das Wort, das seit mehr als einem Jahr durch die ganze Welt geistert und dabei so manche Bank und viele Privatmenschen in den Abgrund gezogen hat, wurde heute zum „Wort des Jahres“ ernannt. Die Gesellschaft für deutsche Sprache ernennt Jahr für Jahr das Wort, welches am meisten die Diskussionen im Laufe eines Jahres bestimmt haben. Und dies war und ist in diesem Jahr eindeutig die Finanzkrise, die immer noch ihre Kreise durch die ganze Welt zieht und manchmal schier nicht zu stoppen scheint.

                  Nicht nur „Finanzkrise“ beschreibt die Krise

                  In die engere Auswahl zum Wort des Jahres hatten es zehn Wörter geschafft: 1. Finanzkrise2. verzockt3. Datenklau4. hessische Verhältnisse5. Umweltzone6. multipolare Welt7. Nacktscanner8. Rettungsschirm9. Bildungsfrühling10. Yes, we canWarum ausgerechnet der 10. Ausdruck es in die engere Wahl geschafft hat, der eigentlich gar kein deutscher Ausdruck ist, bleibt wohl das Geheimnis der Gesellschaft für deutsche Sprache. Interessant ist hingegen, dass unter den zehn genannten Wörtern gleich zwei weitere mit der Finanzkrise zu tun haben. Verzockt haben sich so einige Banker und Anleger und viele der Banken müssen nun unter den Rettungsschirm, weil die Finanzkrise sie aufgefressen hat. So ist das eben auch mit der Sprache, die dann ihre Ausdrucksweisen sucht, und manchmal Wörter verwendet, die umgangssprachlich sind, wie verzockt, und dennoch so gut wie jeder gleich weiß, was damit gemeint ist.

                  Die eindeutige Wahl der Gesellschaft für deutsche Sprache

                  Und warum nun ausgerechnet das Wort "Finanzkrise" als Wort des Jahres? Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat eine klare Begründung dafür: „Dieser Ausdruck war seit Anfang des Jahres in der öffentlichen Diskussion präsent; er kennzeichnet zusammengefasst die dramatische Entwicklung im Banken-, Immobilien- und Finanzsektor und bezieht "Immobilien-", "Kredit-", "Liquiditäts-" und "Wirtschaftskrise" ein.“ Und ja, alles rund um dieses Wort hat die Gemüter im ganzen Land, von Norden nach Süden, von Osten nach Westen, erhitzt – und wird es auch noch eine ganze Weile lang tun. Da fiel die Wahl dieses Jahr wohl nicht schwer, ganz im Gegenteil, eine eindeutigere Wahl kann es wohl kaum geben. Wieso es jedoch das Wort „Banker“ nicht unter die letzte Auswahl der zehn geschafft hat, bleibt jedoch wohl für alle Zeit ungeklärt…

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