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Pflegebeitrag steigt

Von der Redaktion - 10.06.2007

Der derzeitige Pflegebeitrag beträgt zur Zeit 1,7% des Bruttoeinkommens; kinderlose Arbeitnehmer zahlen einen Zuschlag von 0,25%. Der Höchstbeitrag bei den gesetzlichen Pflegekassen beträgt 69,50 EUR, er wird je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Bei der anstehenden Reform der Pflegeversicherung wird eine Erhöhung von 0,3% bis 0,5% diskutiert.

Die Beitragserhöhung soll zum einem den Finanzausgleich zwischen den privaten und gesetzlichen Kassen gewährleisten, da letztere seit Jahren rote Zahlen erwirtschaftet. Dies wurde von der SPD vorgeschlagen, die Union ist strikt dagegen (Die gesetzliche Pflegeversicherung kann im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung keine Rückstellungen für das Alter bilden).

Zum anderen sollen mit der Erhöhung des Beitragssatzes die Pflegeleistungen gesteigert und ein Kapitalstock aufgebaut werden, damit die Belastungen für die junge Generation sich in Grenzen halten (von der Union favorisiert).

Auch eine staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung ist im Gespräch. Damit mit der Erhöhung aber nicht gleichzeitig die Lohnnebenkosten steigen, soll im Gegenzug der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung gesenkt werden.

Sicher ist, dass eine Reform notwendig ist, denn die Leistungen der Pflege wurden seit Jahren nicht mehr erhöht. Sicher ist auch, dass es eine Beitragerhöhung geben wird. Es bleibt abzuwarten, welches Modell nun in welcher Form die Mehrheit findet. Sicherlich wird es wie bei der Gesundheitsreform Kompromisse geben, die bald wieder eine Reform der Reform nötig machen.


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