Die Sicherheit bei verschiedenen Arten von Fonds
Fonds zählen zu den riskanteren Einlagen, da die Anleger unmittelbar von Kapitalmarktschwankungen und dem ökonomischen Geschick der Investmentverwalter abhängig sind. Darüber hinaus gibt es noch weitere Kriterien, die für die Sicherheit entscheidend sind.
Geldmarktfonds
Hierbei wird hauptsächlich in Geldmarkttitel und liquide Wertpapiere mit kurzen Restlaufzeiten von unter einem Jahr angelegt. Die Emittenten sind Banken, Versicherungen oder Staaten.
Die kurzen Laufzeiten reduzieren das Verlustrisiko. Allerdings unterliegen Geldmarktfonds Kreditrisiken sowie Zinsänderungsrisiken seitens der Emittenten. Handelt es sich dabei um europäische Staaten, ist das Geld relativ sicher. Doch sobald Wertpapiere anderer Unternehmen mit dabei sind, können kleinere, aber kalkulierbare Verluste eintreten.
Investmentfonds
Bei dieser Anlageform wird das Kapital der Anleger in Sondervermögen gebündelt und nach vorab festgelegten Prinzipien weiter investiert. Die Anleger sind durch Anteile, deren Ertrag sich aus dem Gesamtwert des Investmentfonds bemisst, beteiligt.
Zur Risikostreuung erfolgt die Verteilung des Anlagevermögens auf verschiedene Anlagenbestände. Ferner ist das Anlagekapital von eventuellen Insolvenzen der Investmentgesellschaft, da separat verwaltet, ausgenommen.
Rentenfonds
Rentenfonds sind ebenfalls Investmentfonds. Hierbei werden überwiegend Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere vorgenommen.
Gegenüber Direktanlagen weisen Rentenfonds ein geringeres Risiko auf. Dennoch ist ihre Sicherheit von der Bonität der Emittenten, der Anlageregion und der Laufzeit abhängig. Ein höheres Sicherheitspotential kommt in dem Kontext Staatsanleihen zu.
Unter den Bezeichnungen High Yield Bonds und Junk Bonds findet man Anleihen von weniger liquiden Emittenten, die im Gegenzug meist hoch verzinst sind. Bei Investitionen in Fremdwährungen ergibt sich zusätzlich ein Währungsrisiko.
Geschlossene Fonds
Investitionen können hier nur innerhalb festgelegter Zeiträume getätigt werden. Nachher wird der Fonds geschlossen. Erwerber von Anteilen werden zu Unternehmern, meistens zu Kommanditisten.
Die Investitionsgüter können u. a. erneuerbare Energien, Filme, Schiffe und Flugzeuge sein. Einige Fonds investieren auch in Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen und Venture-Capital-Gesellschaften.
Neben dem Vertrauen in die Kompetenz der Fondsverwalter, gibt es noch weitere Risikofaktoren:
- Für den Erhalt der Prospektgenehmigung bedürfen Initiatoren lediglich einer Formalitätenprüfung und keiner betriebswirtschaftlichen Überprüfung der BaFin.
- Da die BaFin ausschließlich die formelle Vollständigkeit der Angaben prüft und nicht deren Wahrheitsgehalt, besteht die Gefahr der Korruption.
- keine Garantie durch Einlagensicherungsfonds
- eigenverantwortliche Käuferermittlung beim Anteilverkauf
- keine Nachschusspflicht bei niedrigen Erträgen
Immobilienfonds
Zumeist wird in gewerbliche Immobilien investiert, wobei die Rentabilität von den Mieteinnahmen und der Objektentwicklung abhängt.
Das Risiko bei Immobilienfonds liegt folglich in der Weiterentwicklung der Investitionsobjekte. Sind diese in einem guten Zustand, hält sich der negative Einfluss durch Finanzmarktkrisen in Grenzen.
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