Kreditkarten auf Guthabenbasis oft von hohen Gebühren begleitet
Von Matthias Nemack
Dass die kürzlich begonnene Umtauschaktion infolge der mutmaßlichen Betrugsfälle mit den Daten deutscher Kreditkartennutzer letzten Endes Einfluss auf die steigende Zahl der Verbraucher haben wird, die beim Bezahlen auf die kleinen Plastikkarten setzen, wird von Experten eher bezweifelt. Die Kreditkarte als Zahlungsmittel wird also wohl auch in den kommenden Jahren weiterhin einen Aufwärtstrend verzeichnen können.
Und vielleicht tun die Anbieter der Karten ihren Kunden endlich den Gefallen, dass sie wie die Branchenvertretern in anderen europäischen Ländern endlich auf neue Technologien setzen ab 2010, damit die Karteninhaber im Web und im normalen Handelsumfeld endlich ruhigen Gewissens und ohne Sorgen vor einem möglichen Missbrauch ihrer Kartendaten bargeldlos per Kreditkarte bezahlen können.
An anderer Stelle aber wird derzeit einmal mehr deutlich, dass die Sicherheit beim besten Willen nicht das einzige Problem ist, mit dem die Kartennutzer immer wieder konfrontiert werden. Denn im Bereich der so genannten Prepaid-Karten begegnet den Verbrauchern nach wie vor immer wieder ein weiteres Detail, mit dem sie sich eigentlich gerade in diesem Bereich nicht befassen wollten. Denn Prepaid-Karten werden von den Verbrauchern bewusst als Möglichkeit zur Kostenkontrolle und zudem zur Reduzierung der Ausgaben für die Kreditkarte genutzt werden.
Zudem vertrauen viele Unternehmen gerne auf die Prepaid-Karten, weil sie so selbst Mitarbeitern eine Karte bereitstellen können, die mitten in der Probezeit stecken oder erst neu im Unternehmen aktiv sind. Hier sind die Prepaid-Karten deshalb so beliebt, weil der Arbeitgeber präzise die Verfügungsrahmen bestimmen kann, ohne ein böses Erwachen miterleben zu müssen, weil der neue Arbeitnehmer doch nicht ganz der richtige war und das Kartenpotenzial so weit wie möglich ausgeschöpft hat.
Konditionen und eigenen Bedarf objektiv prüfen
Ihren Zweck erfüllen die Karten – ähnlich wie im Mobilfunksektor – auch im Kreditkartensektor. Doch einen Unterschied gibt es: Während die Guthaben-Handykarten immer preiswerter geworden sind, lassen sich viele Kreditkartengesellschaften die Kontrollmöglichkeit gerade bei den Kartenmodellen gut bezahlen, mit denen sie sich speziell an Unternehmen richten. Aktuelle Tests offenbarten in den vergangenen Wochen, dass die Jahresgebühren bei den Kreditkarten durchschnittlich bei rund 30 Euro liegen. Bedenkt man in diesem Punkt, dass die Karten auf Guthabenbasis auch im familiär-privaten Sektor des Marktes eine wachsende Anhängerschaft gefunden haben, wird schnell klar, wie groß die Aussichten auf Verdienststeigerung für die Gesellschaften sind.
Insbesondere dann, wenn die monatlichen Gebühren wie vielfach üblich mit hohen Gebühren für die Automatennutzung einhergehen. Bei einigen Kartenanbietern werden pro Abhebung am Automaten mal schnell zwei Prozent der Summe als Gebühr in Rechnung gestellt. Und selbst der Versand der Kontoauszüge auf dem Postweg wird gerne in jedem neuen Monat extra berechnet und direkt vom Guthaben abgezogen.
Noch dreister wird es dann, wenn sogar für die Auffüllung des Guthabenkontos Gebühren erhoben werden, nur weil das Konto mittels einer anderen Kreditkarte aufgefüllt wird. Die Verbraucher sollten also in jedem Fall ganz genau einzelne Gebührenpunkte analysieren und diesem dem Hintergrund ihres wahrscheinlichen Nutzungsverhaltens einstufen. In manchen Fällen können einige Gebühren sicher vernachlässigt werden. Generell sollte man aber nicht auf Überprüfung verzichten.
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