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                  Sie sind hier: Startseite » Verbrauchertipps » Unsinnige Lebens- und Rentenversicherungen für Kinder

                  Renten- und Lebensversicherungen für Kinder - eine Kostenfalle

                  Von Jennifer Gregorian

                  Die Eltern meinen es gut, wenn Sie für ihre Kinder eine kapitalbildende Renten- oder Lebensversicherung abschließen. Doch diese Produkte namens "Junior Edition", "Känguru" oder "Biene Maja" sind alles andere als vorteilhaft.

                  Die Kleinen sollen rechtzeitig für das Alter und eine eventuelle Berufsunfähigkeit abgesichert werden. Falls sie früher schon Geld brauchen (etwa für die Ausbildung, eine eigene Wohnung oder ein Auto) können sie die benötigte Summe problemlos entnehmen. So der Plan, die Realität sieht leider anders aus.

                  • Die Laufzeit dieser Verträge ist unverhältnismäßig lang, 40 bis über 60 Jahre. Das führt zu folgenden Problemen:

                  1. Langzeitverträge sind meist mit hohen Provisionen belastet, so dass schnell mehrere tausend Euro zusammenkommen. Einige Versicherer beschränken die Provision zwar auf 35 Jahre, aber das ist immer noch eine ordentliche Zeitspanne. Selbst bei moderaten Vermittlungsgebühren bedarf es mehrerer Jahre, bis die Anleger Gewinne erzielen. Schwarze Schafe beziehen die Provision hinter dem Rücken der Sparer über die vertraglich festgelegte Zeit hinaus.

                  2. Die Kinder könnten das Angesparte schon früher benötigen. Viele der Begünstigten stehen zudem vor der Entscheidung, die Versicherung selbst weiter zu führen. So manche können sich das nicht leisten oder sie haben schlicht und einfach keine Lust dazu. Bei einer vorzeitigen Vertragskündigung, etwa nach 20 Jahren, sieht der Betrag aufgrund der Gebühren recht bescheiden aus. Oft ist er geringer als die eingezahlten Beiträge.

                  3. Der Zinseszinseffekt – der attraktive Aspekt langfristiger Kapitalanlagen – fällt innerhalb der ersten Jahre wegen der Provision weg.

                  • Zumeist handelt es sich um fondsgebundene Anlagen. Wirtschaftet die Versicherung nicht sorgfältig mit dem Geld, haben Sparer das Nachsehen. Im schlimmsten Fall können sie alles verlieren.

                  Wege aus der Falle der Kleinkind-Policen

                  Als erstes gilt, von unrealistischen Modellrechnungen Abstand zu nehmen: So manche Versicherer sowie Vermittler wollen ihren Kunden weiß machen, sie würden knapp 40 Jahre lang sieben bis zehn Prozent Renditen mit ihren Investments erwirtschaften. Dazu fehlen bei den meisten Beispielrechnungen die Abschläge und die Provisionen.

                  Ist der Vertrag jedoch schon unterzeichnet, kann er innerhalb von vier Wochen widerrufen werden. Selbst wenn diese Frist verstrichen ist, raten Verbraucherzentralen zur Kündigung. Die Verluste der ersten Beitragsjahre sind immer noch das kleinere Übel.

                  Unter Umständen führt auch ein Weg ohne Einbußen aus der Falle: Müsste die Versicherung beim Ableben des versicherten Kindes eine Todesfallsumme von mehr als 8.000 auszahlen, bedarf es nach § 159 des Versicherungsvertragsgesetzes eines Ergänzungspflegers, der an Stelle des Kindes dem Vertragsabschluss zustimmt. Ist dies nicht der Fall, so ist der Vertrag ungültig. Eltern können dann ihren Versicherer auffordern, alle Beiträge zu erstatten und vier Prozent Zinsen zu zahlen.

                  Ist die Situation jedoch unklar, empfiehlt es sich, die Zahlungen einzustellen. Im Anschluss können Versicherungsnehmer mit Hilfe von Fachexperten die weitere Vorgehensweise abklären. Möglicherweise liegt Falschberatung vor, ein Grund den Vertrag anzufechten. Kompetente Ansprechpartner für diese Angelegenheiten wären Rechtsanwälte, die Mitarbeiter der Verbraucherzentralen, der Ombudsmann für Versicherungen und der Bund der Versicherten.

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                  Fragen zu Kinder brauchen keine Lebensversicherung

                  2011-05-13, 12:15

                  proConcept AG

                  Laufzeiten von 40 oder 60 Jahren sind in diesen Zeiten einfach alles andere als realistisch. Kein Mensch kann abschätzen, wie seine Vermögensverhältnisse in mehreren Jahrzehnten sind. Kommt dann noch jedes Jahr eine dynamische Erhöhung dazu, können die Beiträge ins Unermessliche steigen. An dieser Stelle sei dringend von diesen Kinder-Policen abzuraten. Für Berater ist der Verkauf solcher Produkte sicher recht leicht, da gerade frisch gebackene Eltern alles für ihr Kind tun wollen, um es wohlbehütet aufwachsen zu lassen. Dabei wird allerdings oft das Kleingedruckte der Verträge außer Acht gelassen - hier stehen aber die Einzelheiten zu den Abschluss- und Verwaltungskosten ebenso wie die Details zum Policendarlehen, Beitragsfreistellung und vorzeitiger Kündigung. Diese Bedingungen sind ganz und gar nicht so verbraucherfreundlich, wie möglicherweise der eine oder andere Berater bei Vertragsabschluss meint. Fazit: auf den Abschluss einer „Biene Maja-Police“ o.ä. kann getrost verzichtet werden.

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