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Berufsbild: Bankkaufmann/-frau
Von Christina Wendt
Der Beruf der Bankkaufleute gehört zu einem der von Bewerbern am meisten nachgefragten kaufmännischen Ausbildungsberufe. Die bundesweit durch das Berufsbildungsgesetz geregelte Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre.
Für wen kommt der Beruf in Frage?
Ausbildungsbetriebe stellen meist Bewerber mit Hochschulreife ein. Nur ein Viertel der Bewerber hat einen mittleren Bildungsabschluss. Neben guten schulischen Leistungen sind Kenntnisse der Datenverarbeitung und Fremdsprachenkenntnisse erwünscht. Interesse an Büro- und Verwaltungsarbeiten, Sicherheit im Umgang mit Daten und Zahlen, sowie eine ausgeprägte Kundenorientierung sollten ebenfalls vorhanden sein.
Ausbildung
Die 3-jährige duale Berufsausbildung wird im Kreditinstitut und in der Berufsschule durchgeführt. Während der Ausbildung erlangen die angehenden Bankkaufleute u. a. Kenntnisse in:
- Kontoführung, Zahlungsverkehr
- Geld- und Vermögensanlage
- Kreditgeschäft
- Kundenbetreuung und Beratung
- Rechnungswesen sowie wirtschafts- und sozialkundliche Grundlagen
Auslandserfahrung
Es gibt die Möglichkeit, die gesamte Ausbildung oder Teile davon im Ausland zu absolvieren. Aktuell bestehen hierzu staatlich anerkannte Möglichkeiten u. a. in Spanien, Tschechien, Großbritannien und Italien. Im sogenannten Europapass können die beruflichen Erfahrungen dann dokumentiert werden.
Tätigkeitsbeschreibung
Bankkaufleute kommen in sämtlichen Bereichen der Kretitinstitute zum Einsatz. Sie beraten private Kunden und Geschäftskunden in allen Fragestellungen rund um das Geld. Dazu gehört das Eröffnen und Führen von Bankkonten, Erledigung von Aufträgen zu Bargeldauszahlung oder -einzahlung, sowie die Bearbeitung des Auslandszahlungsverkehrs. Beratungstätigkeit zu Geld und Kapitalanlage, Bearbeitung von Krediten für Privatleute oder Firmen, Kreditwürdigkeitsprüfungen und daraus abgeleitete Entscheidungen zur Kreditvergabe, gehören ebenfalls zum Berufsbild. Abschlüsse von Bausparverträgen und Lebensversicherungen werden ebenfalls von Bankkaufleuten erledigt. Tätigkeiten im Rechnungswesen, Controlling oder Personalwesen können je nach Einsatzgebiet zum Aufgabenbereich gehören.
Verdienstmöglichkeiten
Die Grundvergütung für Berufseinsteiger beginnt bei 2.102 Euro monatlich. Die zusätzliche Zahlung von vermögenswirksamen Leistungen sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld ist in den meisten Kreditinstituten üblich.
Berufsaussichten und Einsatzbereiche
Bankkaufleute arbeiten überwiegend:
- in Banken, Direktbanken
- in Girozentralen oder Sparkassen
- in Bausparkassen
- an Börsen, im Wertpapierhandel
- bei Versicherungen
- bei Immobilienvermittlern
Die breitgefächerte Ausbildung kann die Grundlage für vielfältige Spezialisierungsformen sein. Viele Einsatzgebiete sind deshalb denkbar, z. B. als:
- Bankrevisor/in
- Wertpapiersachbearbeiter/in
- Devisensachbearbeiter/in
- Bausparkassenfachmann/frau
Verbunden mit zusätzlich erworbenen Spezialkenntnissen, erhöht sich das Gehalt. Bei vertriebsorientierten Arbeiten sind weitere, umsatzabhängige Bonifikationen möglich. Bankkaufleute mit dem Wunsch nach einer selbständigen Tätigkeit, können sich eine eigene Existenz als Börsenmakler/in oder Finanzdienstleister/in aufbauen.