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EU-Aufsicht hält Versicherer für stabil
08.11.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© egeneralk / fotolia.com
Der Vorsitzende der Europäischen Aufsicht der Versicherer (EIOPA) Bernardino malt ein zweispaltiges Bild der derzeitigen Finanzkrise für seine Branche. Einerseits stelle der Schuldenerlass für Griechenland seiner Ansicht nach ein händelbares Problem dar, andererseits warnt er vor einer generellen Systemkrise.
Optimistisch sieht Bernardino dem Schuldenschnitt entgegen, da viele Versicherungsunternehmen mit den Abschreibungen griechischer Staatsanleihen weit vorangekommen seien. Daher sei es für die Versicherungsbranche nicht stabilitätsgefährdend, wenn demnächst auf 50 Prozent der Forderungen verzichtet werden müsse. Auch die Tatsache, dass die Versicherer hohe Kapitalsummen in Banken investieren, hält er nicht für ein gefährdendes Merkmal. Die Kunden müssten demnach zu diesem Zeitpunkt keinerlei Nachteile befürchten.
Trotzdem betont er, dass die jetzige Krise gefährlicher als jene nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers sei, da systemrelevante Akteure mit ihrer Misere weitere Teile des Finanzsystems infizieren könnten. Weitere Investments der Versicherungskonzerne, zum Beispiel in komplexe Finanzprodukte, auf Kosten der relativ stabilen Prämieneinnahmen, sieht er demzufolge kritisch.
Rubrik: Versicherungen
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