Erhalten Sie kostenlos wertvolle Verbrauchertipps, Zinsübersichten sowie aktuelle, wichtige und interessante Finanzinformationen.

Finanzaufsicht sorgt sich um Versicherungsunternehmen
25.10.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

© fffranz / fotolia.com
Die staatliche Finanzaufsicht Bafin befürchtet, dass die Versicherungswirtschaft stärker von der europäischen Schulden- und Bankenkrise betroffen sein könnte als bisher angenommen. Sie fordert die Versicherungsunternehmen auf, ihre Volumina an Finanzprodukten bei Banken offenzulegen.
Laut einer älteren Bafin-Untersuchung haben die hiesigen Versicherer über die Hälfte ihres Kapitals (insgesamt etwa 1250 Milliarden Euro) in Form verschiedener Geldanlagen und Beteiligungen bei Banken investiert. Außerdem halten sie milliardenschwere Positionen von Staatsanleihen gefährdeter Euro-Länder, die durch Geldinstitute ausgegeben wurden. Somit wird die Verquickung des Banken- und Versicherungssektors deutlich.
Die Befürchtung der Bafin, dass durch diese wechselseitigen Verflechtungen die Bankenkrise auf die Versicherer überspringt, kann durch die Überprüfung der Papiere (ob un-/gesichert, in-/ausländisch) untermauert oder entkräftet werden. Allerdings unterstreicht sie, dass diese Prüfung regelmäßig vorgenommen werde und daher keine unmittelbare Reaktion auf die allgemeine Krisensituation darstelle.
Berichte, wonach die Bafin das Zurückfahren der Versicherungsengagements bei Banken fordert, wurden bisher zurückgewiesen. Diese Maßnahme würde die ohnehin schwierige Refinanzierung der Banken über den Finanzmarkt zusätzlich erschweren.
Rubrik: Versicherungen