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                  Erneuter Ergo-Ärger: Falschberatung zulasten von Kunden

                  21.06.2011 - Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

                  © M&S Fotodesign / fotolia.com

                  Wie jetzt bekannt wurde, sollen Vermittler der früheren Tochterversicherung Victoria Kunden geraten haben, beitragsfrei gestellte Lebensversicherungen zugunsten von Unfallversicherungen zu kündigen. Was den Vermittlern hohe Provisionen einbrachte, kostete die Kunden Steuervorteile und Zinsen, ohne dass sie darüber aufgeklärt wurden.

                  Ein entsprechender Bericht der Financial Times spricht von 2.000 bis 4.000 Betroffenen, die Vorwürfe gehen auf das Jahr 2009 zurück. Die Vermittler brachten jene Inhaber von Lebensversicherungen, die zu der Zeit keine Prämien einzahlten, dazu, diese aufzulösen und den entsprechenden Rückkaufwert als Einmalbetrag stattdessen in eine Unfallversicherung zu investieren. Was sich plausibel anhört, brachte dem Kunden diverse Nachteile, da die Unfallpolice somit zu teuer war, Gewinnbeteiligungen und Zinsgarantien verschenkt wurden und überdies es sich nicht gerade um eine attraktive Sparanlage handeln soll. Diese Umstände sollen ihnen ebenso wie die hohen Provisionen verschwiegen worden seien.

                  Die Ergo-Spitze räumt ein, dass es derlei Praktiken gegeben habe, beschwichtigt jedoch, dass keine Systematik dahinter steckte und der Vertriebsvorstand Schritte zur Verhinderung unternommen habe.

                  Rubrik: Versicherungen


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